Islam verflucht den Terror

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Der Terrorismus Kann Nur
Mit Liebe Besiegt Werden

Gott offenbart im Quran, dass Er dem Menschen Seine eigene Seele eingehaucht hat (Sure 32:9 – al-Sadschda), Seiner Schöpfung, und dass der Mensch Sein Stellvertreter ist auf Erden. Eine der wichtigsten Besonderheiten, die den Menschen von den anderen Lebewesen unterscheidet, ist seine Erschaffung mit einem Selbst und einem Gewissen. In jedem Menschen gibt es ein Selbst, das Böses befiehlt und ein Gewissen, das ihm eingibt, vor dem Bösen auf der Hut zu sein. Der Mensch besitzt neben den guten Eigenschaften, die vom Gewissen eingegeben werden, wie Liebe, Opferbereitschaft, Barmherzigkeit, Bescheidenheit, Güte, Rechtschaffenheit, Aufrichtigkeit, Treue, Zartgefühl und Hilfsbereitschaft auch zerstörerische und negative Eigenschaften, die aus dem Selbst resultieren. Ein gläubiger Mensch kann allerdings dank seines Gewissens richtig von falsch unterscheiden und bevorzugt zu jeder Zeit eine gute gute Moral. Der starke Glaube an Gott sowie die tiefe Gottesfurcht, der Glaube an die Existenz des Jenseits, die Furcht vor den unendlichen Höllenqualen und die Sehnsucht nach dem Leben im Paradies halten den Menschen von der Zügellosigkeit des Selbst zurück. Dieser Mensch benimmt sich stets anständig, verzeiht, vergilt Schlechtes mit Gutem, hilft denjenigen, die in Not geraten sind, ist barmherzig, voller Liebe, gütig und tolerant.

Terroristen dagegen sind Menschen, die der Stimme des Selbst lauschen, die in Ruhe alle Arten von Bosheiten begehen und nicht auf die Stimme ihres Gewissens hören. Aus diesem Grund sind sie lieblos, aggressiv, begehen mit Leichtigkeit jede Art von Sittenlosigkeit und sind Personen, die Menschen ohne Gewissensbisse quälen können. Deshalb besitzen sie keine Gottesfurcht, wissen nichts von der religiösen Moral. Es gibt keine Kraft, die einen nicht Gottesfürchtigen Menschen am Ausüben von Verbrechen hindert.

Die bestehenden Regeln einer Gesellschaft können die Menschen lediglich bis zu einem gewissen Punkt von Verbrechen und Bosheit abhalten. Der Staat kann öffentliche Plätze, Straßen und Zentren mit Sicherheitskräften teilweise kontrollieren und dank eines starken Justizwesens notwendige Maßnahmen einleiten, um die Verbrechensquote zu senken. Da es aber unmöglich ist, jeden Menschen 24 Stunden unter Kontrolle zu halten, muß ab einem bestimmten Punkt das Gewissen des Menschen diese Funktion übernehmen. Ein Mensch, der seinem Gewissen nicht gehorcht, kann leicht straffällig werden, wenn er mit anderen Personen zusammen kommt, die ebenso denken wie er selbst. Auf diese Weise entsteht eine Gesellschaft, die sich der Lüge zuwendet, nicht davor zurückscheut, einen ungerechtfertigten Gewinn einzustreichen und sich nicht daran stört, Unschuldige zu unterdrücken. Es ist klar, dass in einer Gesellschaft, die ohne Gottesfurcht ist und die ihre geistigen Werte verlor, physische Maßnahmen und Praktiken ohne Erfolg sind. Die religiöse Moral allerdings befiehlt dem Menschen, Abstand vom Bösen auch dann zu nehmen, wenn er allein ist, und niemand vorhanden ist, der ihn wegen eines begangenen Übels bestrafen könnte. Ein Mensch, der weiß, dass er wegen jeder seiner Bewegungen, jeder seiner Entscheidungen und jedem seiner Worte vor Gott Rechenschaft ablegen muss und am Tag des Gerichts die seiner Taten entsprechende Vergeltung erhält, dieser Mensch wird sich vor jeder Bosheit aufs Äußerste in Acht nehmen.

In einer Gesellschaft, die gelernt hat, aus eigenem Willen von der Bosheit Abstand zu nehmen, findet sich kein Lebensraum mehr für eine Terrororganisation. Denn in einer Gesellschaft, die von der religiösen Moral beherrscht wird, ist es nur natürlich, dass die Gründe verschwinden, die für das Entstehen von Gewalt anwendenden Organisationen verantwortlich sind. Wenn die Gesellschaft im allgemeinen über hohe Tugenden wie Aufrichtigkeit, Opferbereitschaft, Liebe, Güte und Gerechtigkeit verfügt, dann begegnet man auch keinen negativen Vorkommnissen wie Armut, ungleicher Einkommensverteilung, mangelnder Justiz, Ungerechtigkeit, Unterdrückung von Unschuldigen und Freiheitsbeschränkung. Es werden ganz im Gegenteil die Bedürfnisse des Bedürftigen gedeckt, der Reiche wird den Armen beschirmen, der Starke den Schwachen schützen und soziale Einrichtungen wie Gesundheitswesen und Schulwesen werden zum Besten für jeden genutzt. So entsteht eine Gesellschaftsordnung, in der unterschiedliche Ethnien, Religionen und Kulturen von Toleranz und Verständnis beherrscht werden. Aus diesen Gründen ist die gute gute Moral ein Schlüssel zur Lösung vieler gesellschaftlicher Probleme. Der Quran ist die Quelle, die Gott der Menschheit zur Rechtleitung offenbart hat.

Der Wahre Islam

Die Religion des Islam wies in dem halben Jahrtausend, nachdem Prophet Muhammad (s.a.w.s) den ersten Vers geoffenbart hatte, eine Entwicklung auf, die in der Geschichte ihresgleichen sucht. Der Islam verbreitete sich über die arabische Halbinsel hinaus im gesamten Mittleren Osten und in Nordafrika und erstreckte sich bis nach Spanien. Das Interesse zahlreicher Menschen im Westen wurde auf diese Religion gelenkt. Mit den Worten des bekannten Islamkenners John L. Esposito "ist das eindrucksvollste an der ersten Verbreitung des Islam dessen Geschwindigkeit und Erfolg. Westliche Akademiker versetzt dies in Bewunderung." Innerhalb der inzwischen vergangenen 14 Jahrhunderten verbreitete sich der Islam von Indonesien bis nach Latein Amerika in jeden Winkel der Welt. Heute stellen die Muslime mit 1 Milliarde Menschen etwa ein Fünftel der Erdbevölkerung, und der Islam wird als die am schnellsten wachsende Religion angesehen. Insbesondere nach den Terroranschlägen vom 11. September stieg das Interesse am Islam und es wurde deutlich, von welcher Bedeutung das Verständnis der Botschaft des Islam ist.

Betrachtet man heute die Islamische Welt, dann sehen wir, dass die Praktizierung des Islam breit gefächert ist. Die Unterschiede in der Ausführung des Islam werden von Sitten und Gebräuchen der Gesellschaft, deren kultureller Erfahrung und deren Wahrnehmung der Welt geformt. Diese Verschiedenartigkeit kann der Grund dafür sein, dass Menschen, die versuchen den Islam zu verstehen oder den Islam erforschen wollen, zu falschen Überzeugungen gelangen. Der einzige Weg, zum richtigen Verständnis zu gelangen ist, all diese Unterschiede zur Seite zu schieben und sich dem Quran, der die Quintessenz der Islamischen Moral erklärt, sowie den Ausführungen unseres Propheten (s.a.w.s) zuzuwenden. Denn die in Rede stehenden Unterschiede liegen nicht in der Quranischen Moral begründet, sondern können nur Elemente sein, die die traditionellen Werte einer Gesellschaft wiederspiegeln.

Wenn eine Gesellschaft auch zur Mehrheit aus Muslimen besteht, so bedeutet dies nicht, das die Verhaltensweisen dieser Gesellschaft, deren Verständnis und deren Urteile im wahrsten Sinne des Worte Islamisch sind, oder das es notwendig ist, diese im Namen des Islam zu verteidigen. Diese Tatsache muß man sich bei der Bewertung des Islamverständnisses einer Gruppe oder Gesellschaft vor Augen halten. Unterschiede der Auslegung können durch die Lebensbedingungen zustande kommen, in denen sich diese Gruppen befinden. Der einzige Weg, zu einer korrekten Ansicht über den Islam zu kommen, ist, die Differenzen beiseite zu lassen und sich dem Quran zuzuwenden, in dem das Wesen der Islamischen Moral dargelegt ist und sich auf das Handeln unseres Propheten (s.a.w.s) zu besinnen.

Es ist ein großer Fehler, sich eine Meinung über den Islam und eine Gesellschaft von Muslimen zu bilden, ohne den Quran untersucht zu haben und ohne zu wissen, ob die Praxis dieser Muslime im Quran gutgeheissen wird. Die Betrachtung der Lebensart einer einzigen Muslimischen Gesellschaft kann einen Menschen sehr in die Irre führen, wenn er versucht, den Islam zu verstehen, und sich dabei Vermutungen hingibt. So ist es zuallererst notwendig, den wahren Islam zu lernen. Erst wenn der Islam seiner wirklichen Quelle entsprechend verstanden wurde, kann man sinnvoll diesem Maßstab entsprechend die in den unterschiedlichen Ländern der Welt gelebten Modelle betrachten. Dann werden zahlreiche Menschen, die glauben, die Islamische Religion zu kennen, vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben Bekanntschaft mit dem wahren Islam machen.

Der Islam verbietet das Töten unschuldiger Menschen

In der Islamischen Religion gilt das Töten eines unschuldigen Menschen als eine sehr große Sünde und eine Person, die einen hilflosen Menschen tötet, wird sich im jenseitigen Leben großen Qualen ausgesetzt sehen:

... wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten. Und zu ihnen kamen Unsere Gesandten mit deutlichen Beweisen; aber selbst dann wären viele von ihnen (weiterhin) ausschweifend auf Erden. (Sure 5:32 – al-Ma’ida)


Dem obigen Vers zufolge ist für den Quran das Töten eines Unschuldigen gleichbedeutend mit dem Töten der gesamten Menschheit. Die Bedeutung, welche das menschliche Leben für die Gläubigen hat, wird in der Sure Furkan folgendermaßen erklärt:

Und diejenigen, welche neben Gott keine andere Gottheit anrufen und niemand töten, wo Gott doch zu töten verboten hat, außer nach Gesetz und Recht… Wer solches tut, findet Strafe. (Sure 25:68 – al-Furqan)

İslam terörü lanetler

Der Terror hat auch die Unschuldigen zum Ziel. Gott hat aber den Menschen verboten, Unschuldigen etwas zu Leide zu tun.

In einem anderen Vers befiehlt Gott den Menschen folgendermaßen:

Sprich: "Kommt her, ich will bekanntgeben, was euer Herr euch (wirklich) verbot: Ihr sollt Ihm nichts an die Seite stellen. Und den Eltern sollt ihr Gutes tun. Und ihr sollt eure Kinder nicht aus Armut töten: Wir werden euch und sie versorgen; und nähert euch nicht Abscheulichkeiten, weder öffentlichen noch heimlichen. Und tötet kein Leben, das Gott verwehrt hat, es sei denn aus rechtfertigendem Grund. Das hat Er euch geboten; vielleicht begreift ihr es." (Sure 6:151 – al-An’am)

       Ein Muslim, der mit aufrichtigem Herzen an Gott glaubt, Seine Verse mit Sorgfalt praktiziert und sich vor den endlosen Qualen des Jenseits fürchtet, wird auf der Hut sein, auch nur einem einzigen Menschen Schaden zuzufügen. Denn er bedenkt, dass Gott unendliche Gerechtigkeit besitzt und dass er unbedingt die Gegenleistung für alle seine Taten erhält. Unser Prophet (s.a.w.s) erklärte den Menschen in einem Hadis auf folgende Weise, dass Gott nicht zufrieden ist:

Es sind drei Dinge, zum einen im Harem (heiligen Bereich) Tyrannei und Ungerechtigkeit ausüben, zum anderen die Unwissendheit als Gewohnheit wünschen und zum dritten in ungerechtfertigter Weise das Blut der Menschen fließen zu lassen.

Der Islam befiehlt sich gerecht zu verhalten

Die Islamische Moral befiehlt den Gläubigen sich beim Fassen eines Beschlusses, beim Sprechen, bei der Arbeit, also in jedem Moment ihres Lebens, gerecht zu verhalten. Die Befehle, die Gott im Quran gab und das maßgebliche Vorbild unseres Propheten (s.a.w.s) zeigen uns mit allen Details, wie dieses Gerechtigkeitsverständnis zu sein hat. Alle Botschafter, von denen uns im Quran berichtet wird, brachten den Gesellschaften, denen sie als Warner gesandt wurden, Gerechtigkeit und Frieden; die Ankunft der Propheten gab Anlaß zur Aufhebung von Tyrannei und Brutalität, die auf der Glaubensgemeinschaft lasteten. Gott teilt in der Sure Yunus folgendermaßen mit:

Und jedes Volk hat seinen Gesandten. Und erst nachdem ihr Gesandter kam, wird in Gerechtigkeit zwischen ihnen entschieden, und so erleiden sie kein Unrecht. (Sure 10:47 – Yunus)

 Die wichtigste Besonderheit des Muslimischen Moralverständnisses ist, in jeder Situation gerecht zu handeln, auch wenn die andere Person ein naher Verwandter ist. Gott befiehlt in einer Sure folgendermaßen:

O ihr, die ihr glaubt! Tretet für die Gerechtigkeit ein, wenn ihr vor Gott Zeugnis ablegt, und sei es gegen euch selber oder euere Eltern und Verwandten. Händele es sich um arm oder reich, Gott steht euch näher als beide. Und überlaßt euch nicht der Leidenschaft, damit ihr nicht vom Recht abweicht. Wenn ihr (das Recht) verdreht oder euch (von ihm) abkehrt, siehe, Gott weiß, was ihr tut. (Sure 4:135 – an-Nisa)

Wie dem Vers zu entnehmen ist, sind für einen Gläubigen weder die finanzielle Situation noch der Status des Gegenüber von Bedeutung. Wichtig ist die Verwirklichung des Rechtes, das Vermeiden von Ungerechtigkeiten und das korrekte Ausführen der Verse Gottes. In der Sure al-Ma’ide wird folgendermaßen befohlen:

O ihr, die ihr glaubt! Steht in Gerechtigkeit fest, wenn ihr vor Gott bezeugt. Der Haß gegen (bestimmte) Leute verführe euch nicht zu Ungerechtigkeit. Seid gerecht, das entspricht mehr der Gottesfurcht. Und fürchtet Gott. Siehe, Gott kennt euer Tun. (Sure 5:8 – al-Ma’ida)

Çeşitli ırklardan insanlar

Die Unterschiede in den Rassen der Menschen und in ihren Nationen sind keine Ursache für Auseinandersetzungen. Sie sind, ganz im Gegenteil, ein kultureller Reichtum.

In der obigen Sure befiehlt Gott dem Gläubigen zu jeder Zeit und sogar gegen die eigenen Feinde gerecht zu entscheiden. Auch wenn ihm jemand Unrecht tat, ihn in einer schwierigen Situation alleine ließ, oder jemand sein Feind wurde, dann entscheidet ein Muslim niemals plötzlich, sondern denkt mit seinem Gewissen und den Quranischen Versen entsprechend nach. Auch wenn die Gegenseite sich tatsächlich falsch verhalten hat, begegnet er dieser im Guten und ist verpflichtet, die von Gott befohlene Moral an den Tag zu legen. Gott dagegen befahl im 8. Vers der Sure al-Mumtahina folgendermaßen:

"Gott verbietet euch nicht, gegen die gütig und gerecht zu sein, die euch nicht wegen eueres Glaubens bekämpft oder euch aus eueren Häusern vertrieben haben. Gott liebt fürwahr die gerecht Handelnden."

Gott teilte den Muslimen mit, innerhalb welcher Grenzen sich die Beziehungen mit anderen Gesellschaften zu bewegen haben. Diese Verse sind für einen Gläubigen die Basis, von der aus er die gesamte Menschheit betrachtet. Das Verhalten eines Muslims hängt nicht von dem Gegenüber ab, sondern von dem, was Gott im Quran mitteilt. Deshalb befindet sich ein mit aufrechtem Herzen glaubender Muslim stets auf der Seite des Rechts. Hierzu wird die Entschlossenheit der Gläubigen mit dem Vers “Und unter denen, die wir erschufen, ist eine Gemeinschaft, welche zur Wahrheit leitet und ihr gemäß gerecht handelt.” (Sure 7:181 – al-A’raf) dargestellt. Weiter Quranische Verse über die Gerechtigkeit lauten folgendermaßen:

Siehe, Gott gebietet euch, die euch anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben, und wenn ihr unter den Leuten richtet, nach Gerechtigkeit zu richten. Siehe, Gott – wie trefflich ist das, wozu Er euch mahnt! Siehe, Gott hört und sieht. (Sure 4:58 – an-Nisa)

Sprich: "Mein Herr hat Gerechtigkeit befohlen. So wendet euer Angesicht in jeder Moschee (zu Ihm) und ruft Ihn in lauterem Glauben an. So, wie Er euch schuf, kehrt ihr (zu Ihm) zurück." (Sure 7:29 – al-A’raf)

Siehe, Gott gebietet, Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Nahestehenden zu beschenken. Und Er verbietet das Schändliche und Unrechte und Gewalttätige. Er ermahnt euch, euch dies zu Herzen zu nehmen. (Sure 16:90 – an-Nahl)

Joel Augustus Ragers

Joel Augustus Ragers

Gemäß des im Quran beschriebenen Gerechtigkeitsverständnisses ist es unwichtig, welcher Religion, Rasse oder welchem Geschlecht der Gegenüber angehört. Denn der Islam verteidigt die Gleichheit unter den Rassen und Geschlechtern und weist jegliche Art von ethnischer Diskriminierung zurück. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) betonte mit seinen Worten “Alle Menschen stammen von Adam. Adam ist von Erde, dass keinerlei Unterschied zwischen den Menschen bestehe. Eigenschaften wie Hautfarbe, sozialer Status und Reichtum führen bei keinem Menschen zu Überlegenheit. 

Heute sind die Menschen überall auf der Welt aufgrund ihrer Rasse, Sprache oder Hautfarbe brutaler Behandlung ausgesetzt. Als Sinn der unterschiedlichen Schöpfung von Völkern und Stämmen wird im Quran das einander Kennenlernen angegeben. Unterschiedliche Stämme und Nationen, die alle Gottes Diener sind, müssen einander kennenlernen und ihre jeweils unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Sitten und Fähigkeiten erlernen. Das Vorhandensein verschiedener Rassen und Nationen soll nicht zu Auseinandersetzung und Krieg führen, sondern zu kulturellem Reichtum. Ein Glaubender weiß sehr wohl, dass die einzige Überlegenheit des Menschen in der Frömmigkeit liegt, also in dessen Gottesfurcht und Überlegenheit im Gottesglauben.

O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der vor Gott am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Gott ist fürwahr wissend, kundig. (Sure 49:13 – al-Hudschurat)

In einer anderen Sure erklärt Gott dagegen:

"Zu Seinen Zeichen gehören auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und die Verschiedenartigkeit euerer Sprachen und euerer (Haut) Farben. Darin sind fürwahr Zeichen für die Wissenden." (Sure 30:22 – ar-Rum).

      Blicken wir in die Geschiche des Islam, dann sehen wir zahlreiche Beispiele für Gerechtigkeit gegenüber anderen Rassen. Der Islam breitete sich mit unglaublicher Geschwindigkeit aus und vereinnahmte große Gebiete von Afrika, Asien und Europa. Zusammen mit diesen Eroberungen verbreiteten sich auch die Schönheiten der Islamischen Moral. Der Islam verbreitete sich über jede Rasse, Nation und soziale Gebilde und verband Millionen von Menschen mit einem vorher nicht gekannten Band der Brüderlichkeit. Joel Augustus Ragers, der die Rassen der Menschen und die Beziehungen der Schwarzen zu anderen Kulturen untersuchte, und auf diesem Gebiet durch wichtige Ergebnisse bekannt wurde, beschrieb in seinem Buch Sex and Race (Geschlecht und Rasse) folgendermaßen die Auswirkungen des Islam auf die Welt:

Ein Grund dafür, weshalb der Islam seit Jahrhunderten in leuchtender Weise an der Macht bleibt ist die Tatsache, dass es in dieser Religion nahezu keine Bestimmungen gibt bezüglich Rasse und Klasse, dass Hautfarbe und sozialer Status nicht zählen und dass der Aufstieg bis in die oberste Riege der Glaubensgemeinschaft an Fähigkeiten gebunden ist... Der Islam wurde zum größten und gleichzeitig freiesten Schmelztiegel der Rassen und diese Rassenmischung entstand in einem Herrschaftsbereich von bisher unbekannter Größe. Das Islamische Imperium erstreckte sich auf dem Höhepunkt seiner Macht im Westen von Spanien und Mittelfrankreich über Mittelasien bis nach Indien, China und den Pazifischen Ozean im Osten. Die Herrscher dieses großen Reiches waren von unterschiedlicher Hautfarbe. Wie unbedeutend die Verschiedenfarbigkeit von Blumen in einem Garten für die Blumen ist, so unwichtig war die unterschiedliche Hautfarbe für die Muslime.

 Einer der bekanntesten Islamkenner der Welt, Professor Hamilton Alexander Rossken Gibb drückt in seinem Buch Whither Islam? (Islam wohin?) einen anderen Blickwinkel des Islam auf die Rassen aus:

Es gibt keine andere Gesellschaft, die so erfolgreich so viele Rassen zusammenfügte, die aufgrund von Status, Chance und Initiative so unterschiedlich sind, und allen diesen auch noch die gleichen Rechte zubilligte. Der Islam verfügt auf jeden Fall über eine Kompromisskraft für unterschiedliche und scheinbar nicht harmonisierenden Rassen. Arbeiten die großen Gesellschaften im Osten und Westen zusammen, anstelle eine Opposition zu bilden, denn wird die Kompromissfähigkeit des Islam unausweichlich sein...

Die Islamische Moral zielt auf eine Gesellschaft, die auf der Grundlage von Brüderlichkeit, Frieden, Freiheit und Ruhe aufgebaut ist. Deshalb entzog sich jede, mit dem Islam in Berührung kommende Gesellschaft der Unterdrückung, Grausamkeit und Auseinandersetzung vergangener Zeiten und baute eine neue Gesellschaftordnung auf Frieden auf. Zahlreiche westliche Wissenschaftler berichten in ihren Büchern von dieser Tatsache und brachten zur Sprache, dass dies eine tiefe und positive Wirkung auf die unterschiedlichsten Gesellschaften ausübte, die mit dem Islam bekannt wurden. Professor Robert Briffault bringt in seinem Buch The Making of Humanity (Das Werden der Menschheit) ()die Beziehung der westlichen Gesellschaften mit dem Islam folgendermaßen in Verbindung:

Die Ideale aller Zivilisationen wie Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz, Konsultationen und die Idee einer demokratischen Regierung bei allgemeinen Wahlen, welche sowohl die Vorherrschaft bei der Vorbereitung der amerikanischen Verfassung übernahmen als auch die Deklaration der Menschenrechte inspirierten, sind keine westlichen Neuerungen. Alle Grundlagen dieser Ideale finden sich im Heiligen Buch des Quran. Diese Ideale sind der Auszug, den die Gebildeten des mittelalterlichen Europas auf dem Wege der Nachahmung der Muslime Spaniens und Siziliens, der Kreuzritter und der Islamischen Bruderschaftsvereinigung und unter Vermittlung der nach den Kreuzzüglern in Europa entstandenen Glaubensgemeinschaften vom Islam erlernten.

Die obigen Zitate drücken aus, dass die Islamische Moral über Jahrhunderte hinweg der gesamten Welt Unterricht in Sachen Frieden, Toleranz und Gerechtigkeit erteilte. Doch auch die Menschen unserer heutigen Welt verlangen nach einer solchen Kultur und es gibt keinen Grund weshalb eine solche Kultur nicht wieder entstehen sollte. Das einzige Erfordernis ist, dass die Menschen zunächst bei sich selbst in der Absicht beginnen, die gleiche Moral unter anderen Menschen zu verbreiten. Wenn die vom Quran befohlene Moral gelebt wird, dann wird von der obersten Führung bis nach ganz unten jedermann gerecht, barmherzig, tolerant, liebevoll, achtungsvoll, verzeihend und aufrichtig sein und Frieden und Ruhe werden in der gesamten Gesellschaft einkehren.

Der Muslim lädt zur Islamischen Moral ein

Terör sevgiyle yenilir

Es gehört zur Verantwortung eines jeden Muslims, die Menschen zur Islamischen Moral einzuladen und ihnen von der Existenz Gottes und den Beweisen der Schöpfung zu berichten. Mit dem Vers, "Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird." (Sure 3:104 – Al-Imran) wurde diese Verantwortung allen Muslimen bekannt gemacht. In den Versen teilt Gott auch mit, wie diese Einladung vonstatten zu gehen hat.

Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Weg abgeirrt ist, und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten. (Sure 16:125 – an-Nahl)

Freundliche Worte und Verzeihung sind besser als ein Almosen, dem Verletzendes folgt. Und Gott ist reich und milde. (Sure 2:263 – al-Baqara)

Gläubige Muslime sind sich mit dem Vers, "Diese glauben an Gott und an den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen." (Sure 3:114 – Al-Imran) auch der Bedeutung dieser ins Auge fallenden Aufgabe bewußt. Deshalb laden sie jeden in ihrem Umfeld, Verwandte, die Familie und alle Menschen, mit denen sie in Kontakt stehen, zum Glauben an Gott, und zum Leben dieser Moral ein. In der Sure Tauba wird folgendermaßen von der guten Moral der Gläubigen berichtet:

Und die Gläubigen, Männer und Frauen, sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und verrichten das Gebet und zahlen die Steuer und gehorchen Gott und Seinem Gesandten. Sie – wahrlich, Gott erbarmt sich ihrer. Siehe, Gott ist mächtig und weise. (Sure 9:71 – at-Tauba)

      Wie dieser Vers zu verstehen gibt, ist jeder gläubige Mensch für die Dauer seines irdischen Lebens verpflichtet, die gute Moral zu erklären, diese insbesondere selbst zu leben, den Menschen deren Schönheiten zu empfehlen und sie dazu zu veranlassen vor dem Schlechtem auf der Hut zu sein. Gott befahl mit dem Vers, "Und sage Meinen Dienern, sie sollen stets freundlich sprechen..." (Sure 17:53 – al-Isra’) den Gläubigen, stes mit höflichen Worten zu sprechen. In der Sure Ibrahim wird mit folgendem Vergleich ein gutes Wort und ein schlechtes Wort erklärt:

Siehst du nicht, womit Gott ein gutes Wort vergleicht? Es ist gleich einem guten Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen, und der seine Ernte mit seines Herrn Erlaubnis zu jeder Zeit abwirft. So prägt Gott Gleichnisse für die Menschen, damit sie sich ermahnen lassen. Und das Gleichnis eines schlechten Wortes ist ein schlechter Baum, der aus dem Boden entwurzelt wurde und keine Festigkeit mehr hat. Festigen wird Gott die Gläubigen durch das festigende Wort, im irdischen Leben und im Jenseits. Doch Gott läßt die Ungerechten irregehen. Und Gott tut, was Er will. (Sure 14:24-27 – Ibrahim)

Ein Mensch, der ein schönes Leben wünscht, muß die Schönheiten fördern, jemand der Gutes wünscht, muß sich um die Verbreitung des Guten bemühen; ein Mensch der gewissenhaftes Verhalten sehen möchte, muß Gewissenhaftigkeit empfehlen und jemand, der mit Tyrannei unfrieden ist, muß vor dieser warnen; ein Mensch also, der Recht wünscht, muß die anderen Menschen zur Gerechtigkeit aufforden. Gott gibt den richtigen Weg vor und verleiht einem schönen Wort bei der anderen Seite Wirksamkeit. Gott teilt mit, dass sich der Prophet als Ergebnis seines ausgezeichneten Charakters und seiner hervorragenden Moral den Menschen gegenüber stets freundlich verhielt und zeigte Ihn allen Menschen als Beispiel.

Der Islam befiehlt gegenseitige Unterstützung und Hilfe

Gott befahl im Quran den Menschen folgendermaßen:

… Helft einander zur Rechtschaffenheit und Gottesfurcht und nicht zur Sünde und Feindschaft. Und fürchtet Gott; siehe, Gott ist streng im Strafen. (Sure 5:2 – al-Ma’ida) 

Die Gläubigen verwenden ihren Eifer nur für gute Sachen. Sie denken an den Vers Gottes "... Und was ihr Gutes tut, siehe, Gott weiß es." (Sure 4:127 – an-Nisa) und sie vergessen nicht, dass sie das Entgelt für alle ihre Taten von unserem Herrn erhalten werden. In dem obigen Vers wurde mitgeteilt, dass die Gottgefällige gegenseitige Hilfe Gutes und Frömmigkeit betrifft. Im Quran wurde uns auch erläutert, was Gutes zu bedeuten hat:

Terör sevgiyle yenilir

Der Quran befiehlt moralische Schlichtheit, Hilfsbereitschaft und Gutes tun. Sicherheit und Ruhe herrschen in der Gesellschaft, die diese Moral lebt.

Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr euer Gesicht nach Westen oder Osten kehrt. Fromm ist vielmehr, wer an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und an die Engel und die Schrift und die Propheten; und wer sein Geld – auch wenn er selbst Bedarf hat – für seine Angehörigen und die Waisen, die Armen und den Reisenden, die Bettler und die Gefangenen ausgibt; und wer das Gebet verrichtet; und wer die Steuer (zakat) zahlt; und die, welche ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten und in Unglück, Not und Gefahr standhaft sind: Sie sind es, die aufrichtig und gottesfürchtig sind. (Sure 2:177 – al-Baqara)

Wie zu erkennen ist, unterscheidet sich wirklich Gutes von dem, was in der Gesellschaft dafür in der Regel gehalten wird. Menschen, die die Quranische Moral nicht leben, verstehen Gutes als Etwas, das nach Lust und Laune getan wird und als eine Hilfe, die auf einer Bitte der Gegenseite beruht. Dieses Gute ist im allgemeinen darauf beschränkt, dem am Wegesrand stehenden Bettler Geld zu geben und den alten Menschen im Omnibus einen Platz anzubieten.

In der Tat, wer auch immer sich Gott hingibt und Gutes tut, der hat seinen Lohn bei seinem Herrn; und keine Furcht kommt über sie, und sie werden nicht traurig sein. (Sure 2:112 – al-Baqara)

 

Siehe, Gott tut nicht einmal im Gewicht eines Stäubchens Unrecht. Und wenn es eine gute Tat ist, wird Er sie verdoppeln und großen Lohn von Sich geben. (Sure 4:40 – an-Nisa)

Wie wir jedoch in der Sure al-Baqara sehen können, ist das Gute, von dem der Quran spricht, eine Form der Moral, die das gesamte Leben der Gläubigen umfaßt und eine Andachtsübung, die man nicht nach Lust und Laune, sondern sein gesamtes Leben lang praktiziert. Ein Muslim ist ein Diener von unerschütterlichem Glauben, der, auch wenn er selbst bedürftig ist, Armen und Waisen hilft und die Liebsten ernährt (Sure 76:8 – al-Insan). Denn Gott berichtete mit dem Vers, "Und von ihrem Vermögen war ein Teil für den Bittenden und den verschämten Armen." (Sure 51:19 – adh-Dhariyat) dass einander helfen, ernähren und Gutes tun die Pflicht des Muslims ist. Die Hilfe ist an keine Bedingung gebunden. Ein Gläubiger unternimmt jede Art von Opferbereitschaft, um das erforderliche Gute zu tun und das Gute bei anderen zu fördern. Seine Hilfe erwartet keine Gegenleistung und zielt nur auf Gottes Zufriedenheit. In der Sure al-Insan beschreibt Gott dieses Verhalten der Gläubigen:

"Seht, wir speisen euch um Gotts willen. Wir wollen weder Belohnung von euch noch Dank. Seht, wir fürchten einen finsteren, unheilvollen Tag von Seiten unseres Herrn." (Sure 76:9, 10 – al-Insan)

      Ein Muslim weiß, dass Gott über endlose Gerechtigkeit verfügt und vergißt niemals, dass es eine Gegenleistung für das gute Benehmen im weltlichen Leben geben wird. Er vergißt auch nicht, dass das weltliche Leben vorüber geht, und die eigentliche Heimstätte bei unserem Herrn liegt. Denn Gott warnt die Menschen vor diesem unausweichlichem Ende:

Und Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist nur in Wahrheit. Und wahrlich, die Stunde kommt! Vergib daher mit großer Nachsicht. (Sure 15:85 – al-Hidschr)

Und dient Gott und setzt Ihm nichts an die Seite. Und seid gut zu den Eltern, den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem Nachbar, sei er einheimisch oder aus der Fremde, zu den Kollegen, den Reisenden und zu denen, welche ihr von Rechts wegen besitzt. Siehe, Gott liebt nicht den Hochmütigen, den Prahler. (Sure 4:36 – an-Nisa)

Gott beschreibt folgendermaßen das Entgelt, das diejenigen erhalten werden, die sich wohl verhalten und teilt der ganzen Menschheit eine sehr frohe Botschaft mit:

Diejenigen aber, welche glauben und das Gute tun - Wir lassen den Lohn derer, deren Werke gut sind, sicherlich nicht verloren gehen. (Sure 18:30 – al-Kahf)

Auch zu denen, welche gottesfürchtig waren, wird gesprochen: "Was hat euer Herr hinabgesandt?" Sie werden antworten: "Gutes!" Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die Wohnung des Jenseits ist besser. Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfürchtigen, die Gärten Edens, in die sie eintreten. Sie werden von Bächen durcheilt. Und sie erhalten dort, was sie nur wünschen. Also belohnt Gott die Gottesfürchtigen. (Sure 16:30, 31 – an-Nahl) 

Der Islam will Gutes für die Menschen und befiehlt vor dem Schlechten auf der Hut zu sein

Die Gläubigen lernen aus dem Quran, was das wahre Gute und das wahre Schlechte ist; Gott sandte den Quran als ein Buch, das das Rechte vom Falschen unterscheidet. Im Quran werden anhand von Beispielen, die für jeden Menschen verständlich sind Begriffe wie richtig und falsch, gut und schlecht erklärt. Weil sich die Gläubigen vor Gott fürchten, wurden ihnen Licht und Verständnis eingegeben, was ihnen dazu verhilft, Gutes von Schlechtem unterscheiden zu können. (Sure 8:29 – al-Anfal)

Der Muslim weiß über das im Quran beschriebenen Gute und Schlechte sehr gut Bescheid und bemüht sich, sich sein gesamtes Leben lang entsprechend zu verhalten. Allerdings gibt es eine wichtige Verantwortung, die auf ihm lastet: dies ist, die Menschen dazu einzuladen, das Rechte zu sehen, sich vor dem Falschen zu hüten und ein Leben entsprechend der Quranischen Moral zu führen. Deshalb erklären die Gläubigen ihr ganzes Leben lang den Menschen den Unterschied zwischen gut und schlecht. Gott befahl den Gläubigen folgendermaßen:

Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird. (Sure 3:104 – Al-Imran)

Im Quran wird überdies die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, welch glückselige Personen diejenigen für andere Menschen sind, die diesen Befehl Gottes ausführen:

Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Gott. Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler. (Sure 3:110 – Al-Imran)

Die Gläubigen praktizieren die Regelung des Quran, Gutes zu befehlen nicht nur gegenüber Menschen, die Rechtes nicht vom Falschen unterscheiden können und mit der Religion nicht vertraut sind, sondern auch gegenüber den Gläubigen. Die Menschen fallen dem Irrtum anheim, nicht nur aus Unwissenheit, sondern manchmal auch aus Vergesslichkeit oder getrieben von irdischen Begierden. In solchen Situationen befehlen sich die Gläubigen das Gute und verhindern das Schlechte, indem sie sich gegenseitig an die Regelungen des Quran erinnern. Sie warnen einander durch die Erzählung, dass im weltlichen Leben nur diejenigen die frohe Botschaft des Paradieses vernehmen werden, die Gutes tun und fromme Taten verrichten, und dagegen diejenigen Höllenqualen ausgesetzt sein werden, die sich nicht vor dem Schlechten in Acht nehmen. Wegen dieser angenehmen Verantwortung empfinden sie nicht den kleinsten Überdruß und fahren fort ihr Gegenüber – egal wie viele Fehler er auch immer macht – geduldig, liebevoll und barmherzig zu warnen. In vielen Versen teilt Gott mit, dass er die Geduldigen liebt und fordert die Gläubigen dazu auf, bei der Praktizierung der Quranischen Moral geduldig zu sein. In den Versen teilt dies Gott folgendermaßen mit:

O ihr, die ihr glaubt! Sucht Hilfe in Standhaftigkeit und Gebet; siehe, Gott ist mit den Standhaften. (Sure 2:153 – al-Baqara)

Außer jenen, die standhaft sind und das Rechte tun. Für sie ist Verzeihung und großer Lohn. (Sure 11:11 – Hud)

Der Islam befiehlt Schlechtes mit Gutem zu vergelten

Das Gute und das Böse sind fürwahr nicht gleich. Wehre (das Böse) mit Besserem ab, und schon wird der, zwischen dem und dir Feindschaft war, dir wie ein echter Freund werden. (Sure 41:34 – Fussilat)

Wehre das Böse mit Gutem ab! Wir wissen ja, was sie (über Uns) aussagen. (Sure 23:96 – al-Mu’minun)

Wie die obigen Suren zu verstehen geben, versprach Gott den Gläubigen, dass sie ein gesegnetes Ergebnis in Händen halten werden, wenn sie Schlechtes mit gutem Benehmen vergelten. Es wurde sogar darauf hingewisen, dass sich selbst aus einer Feindschaft eine enge Freundschaft entwickeln kann. Schlechtes mit Gutem zu vergelten, entspricht der Realität des menschlichen Barmherzigkeitsverständnisses. Wenn ein Gläubiger sieht, wie andere eine Haltung einnehmen, die Gott nicht gefällt, so wird er als erstes bedenken, wie dies im Jenseits auf ihn zurück fallen wird. Dann wird er sich nähern, tolerant und in Demut, er wird sich nicht dem Gefühl des Stolzes überlassen.

Im Laufe ihres Lebens können die Gläubigen auf Menschen sehr verschiedener Charaktere treffen, wobei sich ihr moralisches Verhalten nicht entsprechend dem Verhalten des Gegenüber ändert. Der Gegenüber kann verspotten, häßliche Worte benutzen, verärgert sein und Schlechtes tun, sich sogar feindselig verhalten. Anstand, Bescheidenheit, Barmherzigkeit und Nachgiebigkeit des Gläubigen ändern sich niemals. Ein böses Wort vergilt er nicht mit Ähnlichem. Dem Spötter antwortet er nicht mit Spott, dem Wütenden nicht mit Wut. Einem wütenden Menschen gegenüber ist er ruhig und gemäßigt, geduldet sich und ist nachsichtig. Einem beleidigenden Verhalten gegenüber bewegt er sich mit Toleranz und Barmherzigkeit, was nicht nur dieses Verhalten beschämt sondern auch den anderen nach guter Moral verlangen läßt. Dies ist die Moral, die uns Prophet Muhammad (s.a.w.s) empfohlen hat. Der Prophet (s.a.w.s) befahl in einem Hadith, “Sei doch nachsichtig, auch dir gegenüber sollen sie sich nachsichtig verhalten.” In einem anderen Hadith sprach der folgendermaßen zu den Gläubigen:

Niemand von euch möge zu den persönlichkeitslosen Jemanden gehören, die sagen “Ich bin mit den Menschen zusammen. Wenn die Menschen Gutes tun, tue ich es auch, wenn sie sich schlecht verhalten, verhalte auch ich mich schlecht”! Im Gegenteil, erzieht euer Selbst dazu Gutes zu tun, wenn die Menschen Gutes tun und kein Unrecht zu begehen, wenn sie sich schlecht benehmen.

In der Sure Maide teilt unser Prophet (s.a.w.s) folgendermaßen mit, dass der Verrat der Israeliten notwendigerweise zu verzeihen ist:

… vergaßen einen Teil von dem, was ihnen gesagt wurde. Du wirst immer wieder Verräter unter ihnen entdecken, bis auf wenige. Aber vergib ihnen und verzeihe; siehe, Gott liebt die Gutes Tuenden. (Sure 5:13 – al-Ma’ida)

       Wie dem Vers zu entnehmen ist, befahl Gott dem Propheten (s.a.w.s) auch dem Teil der Israeliten zu verzeihen, der ständig Verrat beging. Außerdem darf nicht vergessen werden: Auch wenn die Gegenseite sich schlecht benimmt, besteht keine Notwendigkeit, eine schlechte Moral an den Tag zu legen. Jeder Mensch ist Gott gegenüber allein für seine Taten verantwortlich. Überdies ist es entsprechend dem Quran Zeichen einer überragenden Moral, wenn auf schlechtes Benehmen mit Güte und Barmherzigkeit geantwortet wird. Denn dieses Verhalten des Gläubigen zeigt die Stärke und Intensität seiner Bindung an Gott. Die Gegenleistung für moralische Verhalten wird in der Sure Yunus folgendermaßen mitgeteilt:

Denen, die Gutes taten, wird Gutes und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder Schwärze noch Schmach bedecken. Sie sind die Bewohner des Paradieses und werden ewig darin verweilen. (Sure 10:26 – Yunus)

Der Islam befiehlt den Gläubigen jederzeit zu verzeihen

Ein wichtiges Zeichen der Barmherzigkeit einer Person ist, verzeihen und vergeben zu können. Im Quran ruft Gott seine gläubigen Diener folgendermaßen auf, zu verzeihen und zu vergeben:

Übe Nachsicht, gebiete das Rechte und meide die Unwissenden. (Sure 7:199 – al-A’raf)

Dieses Verhalten kann dem Selbst des Menschen schwer fallen, vor Gott jedoch ist es mit einer schönen Gegenleistung verbunden. Ein Mensch kann bei einem Fehler in Wut geraten oder nicht verzeihen wollen. Doch Gott sagt den Gläubigen, dass es besser ist zu verzeihen und forderte sie auf:

Vergeltung werde aber nur im gleichem Ausmaße geübt. Wer jedoch vergibt und Frieden schließt, dessen Lohn ist bei Gott… (Sure 42:40 – asch-Schura)

In einer anderen Sure teilt Gott mit: "Wer aber geduldig ist und verzeiht – das ist fürwahr die richtige Art der Entschlossenheit." (Sure 42:43 – asch-Schura) Mit dem Vers, "Und die unter euch, die großes Vermögen besitzen, sollen nicht schwören, ihren Verwandten und den Armen und denen, die auf Gotts Weg ausgewandert sind, nichts mehr zu geben, sondern Nachsicht üben und verzeihen. Wünscht ihr nicht, dass Gott euch vergibt? Und Gott ist verzeihend und barmherzig." (Sure 24:22 – an-Nur) fordert Gott die Gläubigen auf, beim Vergeben auch ihre eigene Situation zu bedenken. Denn natürlich wünscht sich jeder Mensch, dass ihm Gott vergibt, ihn beschützt und sich seiner erbarmt. Und wenn ihm ein Fehler unterlaufen ist, wünscht er, dass die Menschen in seiner Umgebung ihn entschuldigen und vergeben. Mit eben dieser Erinnerung befahl Gott den Gläubigen, dass sie ein Verhalten, das ihnen gefällt, auch bei anderen an den Tag legen sollen. Diese wichtige Regel fördert die Barmherzigkeit unter den Gläubigen. Der Prophet befahl “... So gibt es denn keinen Mann, der Ungerechtigkeit und Tyrannei entschuldigt, auf dass Gott dessen Wertschätzung nicht erhöhen möge...” und forderte die Gläubigen auf zu vergeben. Da die Gläubigen wissen, dass jeder Mensch Fehler machen kann, begegnen sie dem Gegenüber in toleranter Weise. In den Versen über die Reue teilt der Quran mit, dass es nicht wichtig ist, einen Fehler zu machen, sondern von der Wiederholung des Fehlers abzulassen. Einer der Verse lautet folgendermaßen:

Vergebung haben bei Gott nur diejenigen zu erwarten, welche Übles in Unwissenheit taten und (recht)zeitig bereuten; diesen vergibt Gott; und Gott ist wissend und weise. (Sure 4:17 – an-Nisa)

Sind Bedingungen vorhanden, die die Aufrichtigkeit einer Person anzeigen, dann ist das Verhalten der Gläubigen untereinander in höchstem Maße verzeihend und barmherzig. Und wenn eine Person, die einen Fehler beging, aufrichtig davon abläßt, kann man diese nicht wegen vergangener Taten verurteilen. Außerdem können Gläubige auch dann ohne zu Zögern verzeihen, wenn sie völlig im Recht sind und der Andere völlig im Unrecht. Denn Gott teilt mit, dass dies die Besonderheit der guten Moral ist, die er den Gläubigen empfahl:

Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken und den Menschen vergeben – und Gott liebt die Gutes Tuenden. (Sure 3:134 – Al-Imran)

Die Gläubigen unterscheiden nicht zwischen großen und kleinen Fehlern und entwickeln auch kein fehlerabhängiges Verständnis des Vergebens. Jemand, der einen Fehler begangen hat, kann der Grund für große Verluste an Leib und Leben sein und er kann in hohem Maße den Interessen des Gegenübers geschadet haben. Gläubige jedoch, die wissen, dass jedes Ereignis mit Gottes Erlaubnis und im Rahmen der göttlichen Vorsehung geschieht, begegnen jedem Ereignis mit Gottvertrauen und empfinden keine persönliche Wut.

Wiederum kann jedoch eine Person aufgrund ihrer Unwissenheit gegen eine Regel des Qurans verstoßen und die von Gott gezogene Grenze überschritten haben. Allerdings kann nur Gott eine Person wegen eines solchen Verhaltens verurteilen. Deshalb obliegt es nicht der Verantwortung der Gläubigen, einen Menschen wegen irgend eines Belanges nicht zu entschuldigen, sondern zu verurteilen. Wenn die Person aufrichtig bereut, dann erhält sie die Gegenleistung nur von Gott. Gott hat in vielen Versen offenbart, dass Er die Fehler der Gläubigen, die aufrichtig bereuen, vergibt, außer, sie nähmen falsche Götter an Seiner statt. Da die Gläubigen dies jedoch nicht wissen können, verzeihen sie nur in der Weise die Gott mitteilt. Wenn es dazu im Quran eine Erläuterung gibt, dann wird die Person, die einen Fehler machte, entsprechend dieser Richtline behandelt.

Der Islam befiehlt den Menschen sanftmütig zu sein

Gott besitzt den Gläubigen gegenüber unendliche Barmherzigkeit, er verzeiht, behütet, und ist weichherzig. Er ist der Allbarmherzige, der alle Wohltaten des Universums den Wünschen der Menschen zugänglich macht, der sie durch die Propheten unterstützt, um sie auf den rechten Weg zu bringen und der sie mit seinen Offenbarungen dazu anleitet, rechtschaffene Diener zu werden. Unser Herr ist Halim, der Sanftmütige, Adl, der Besitzer endloser Gerechtigkeit, Afüv, der Verzeihende, Asim, der Beschützende, Berr, Derjenige, Der Seine Diener gut behandelt, Gaffar, der Verzeihende, Hafiz, der Schützende und Beobachtende, Kerim, der Großzügige, Latif, der Anmutige, Muhsin, der Wohltäter, Rauf, der Allgütige, Selam, der Sicherheit gewährende, Tevvab, Der die Reue akzeptierende und Vehhab, Der Großzügige.

Die Gläubigen sind sich des Schutzes, des Überflusses und der Wohltaten unseres Herrn bewußt. Aus diesem Grund legen sie ernsthaften Eifer an den Tag, um Gott zufrieden zu stellen und um Diener zu sein, die das ewige Paradies und das Erbarmen verdienen. Es ist eine der deutlichsten Eigenschaften der Gläubigen, voller Liebe und Erbarmen zu sein. Muslime sind zudem Personen, die sehr sanftmütig sind und sich den Menschen gegenüber stets freundlich verhalten. Gott hat den  Gläubigen den Propheten Muhammad (s.a.w.s) mit seiner Sanftmut als Beispiel gegeben:

Und dank der Barmherzigkeit Gotts warst du gütig zu ihnen. Wärst du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie von dir davongelaufen. Darum vergib ihnen und bete für sie um Verzeihung und ziehe sie in der Sache zu Rate, aber wenn du einmal entschlossen bist, dann vertraue auf Gott; siehe, Gott liebt die Ihm Vertrauenden. (Sure 3:159 – Al-Imran)

Der Vers berichtet davon, dass sich die sanftmütige Moral des Propheten sehr positiv auf die Menschen auswirkt und Anlaß für eine noch stärkere Bindung der Menschen an Ihn ist. Im Quran wurde die liebevolle und sanftmütige Moral der anderen Propheten den Menschen als Beispiel gegeben. Einer dieser Propheten ist der Prophet Schuayb, der dem Volk von Midian als Botschafter geschickt wurde. In dem Vers wird mitgeteilt, dass das Volk über den Propheten Schuayb sagte: "… Du bist doch immer nachsichtig und rechtdenkend!" (Sure 11:87 – Hud) Auch der Prophet Abraham ist mit seiner überragenden Moral ein Beispiel für alle Menschen. Gott teilt im Quran mit, dass der Prophet Abraham empfindsam, sanftmütig und voller Liebe gewesen war. Die Verse besagen folgendes:

Und auch Abraham betete um Verzeihung für seinen Vater nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte. Als ihm aber klar wurde, dass dieser ein Feind Gotts war, sagte er sich von ihm los. Siehe, Abraham war fürwahr mitleidsvoll und milde. (Sure 9:114 – at-Tauba)

Denn Abraham war nachsichtig, mitleidig und sühnebereit. (Sure 11:75 – Hud)

Gott befahl den Gläubigen stets, sich freundlich zu verhalten, beim Sprechen schöne Worte zu benutzen und den Menschen Gutes zu tun. Die Botschafter Gottes verhielten sich den Menschen gegenüber so wie es Gott ihnen befahl und machten niemals ein Zugeständnis an die gute Moral. So rief Gott den Propheten Moses, der zu dem Pharao, dem wildesten und grausamsten Tyrannen der damaligen Zeit ging, folgendes zu:

"Du und dein Bruder, geht mit Meinen Wunderzeichen und laßt nicht nach im Gedenken an Mich. Geht beide zu Pharao. Siehe, er überschreitet das Maß. Doch sprecht mit ihm auf freundliche Weise. Vielleicht läßt er sich ermahnen oder lernt, (Mich) zu fürchten." (Sure 20:42-44  – Ta Ha)

Die obigen Verse enthalten Erinnerungen, die für alle Menschen sehr wichtig sind. Jeder Mensch ist verpflichtet, die gute Moral fehlerlos zu leben, die Gott im Quran mitteilte und sich die Moral der Propheten selbst als Beispiel zu nehmen. Im Quran fordert Gott vom Verhalten des Menschen, dass er eine große Liebe gegenüber allen von Gott erschaffenen Geschöpfen empfinden, dass er seine Zuneigung in der schönsten Weise ausdrückt, dass er jederzeit kompromissbereit und tolerant ist, auch in den schwierigsten Situationen niemals aufhört, freundliche Worte zu gebrauchen, dass er auf eigenen Wunsch und mit Freude opferbereit ist, dass er den Menschen nur Schönes und Gutes wünscht, dass er seine persönlichen Interessen jederzeit zurückstellt, dass er das, was er für sich selbst nicht möchte auch anderen nicht zumutet, dass er dem Hilfsbedürftigen sofort zu Hilfe eilt und dass er auf keinen Fall Ungerechtigkeit akzeptiert. Dies ist zweifellos ein Charakter, nach dem sich alle Menschen sehnen und dessen alle Menschen bedürfen.

Der Islam verteidigt die Freiheit des Glaubens

İslam inanç özgürlüğünü savunur

Der Islam erkennt den Menschen in Bezug auf den Glauben kategorisch die volle Freiheit zu. Dieses Verständnis, das von der Offenbarung des Islam bis in unsere heutige Zeit gültig ist, ist die Basis der Islamischen Moral. Die Verse zu diesem Thema sind leicht verständlich:

Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum unterschieden. Wer die falschen Götter verwirft und an Gott glaubt, der hat den festesten Halt erfaßt, der nicht reißen wird. Und Gott ist hörend und wissend. (Sure 2:256 – al-Baqara)

Entsprechend der Islamischen Moral ist der Mensch frei, seine Religion nach Wunsch zu wählen und niemand kann einen anderen bezüglich des Glaubens zwingen. Der Muslim ist aber dazu verpflichtet, dem, der Islamischen Glaubens sein möchte, von der Existenz Gottes zu berichten, davon, dass der Quran das rechte Buch Gottes ist und der Prophet Muhammad (s.a.w.s) Gottes Botschafter, dass das Jenseits und der Tag der Abrechnung existieren und er ist verpflichtet, der Person von der Güte der Islamischen Moral berichten. Diese Verpflichtung ist jedoch darauf beschränkt, die Religion zu erklären. Gott teilt dem Propheten in der Sure Nahl folgendermaßen mit, dass er nur jemand ist, der eine Mitteilung macht.

Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Weg abgeirrt ist, und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten. (Sure 16:125 – an-Nahl)

In einem anderen Vers wird, "... Die Wahrheit ist von euerem Herrn. Wer nun will, der glaube, und wer will, der glaube nicht..." (Sure 18:29 – al-Kahf) befohlen und unser Herr rief unseren Propheten so an, "Vielleicht grämst du dich noch zu Tode, dass sie nicht gläubig werden." (Sure 26:3 – asch-Schu’ara’) In der Sure Qaf erinnert Gott den Propheten folgendermaßen:

Wir wissen wohl, was sie sagen; doch du kannst sie nicht zwingen. Darum ermahne mit dem Quran alle, die Meine Drohung fürchten. (Sure 50:45 – Qaf)

Eine Person, der die Islamische Religion erklärt wurde, die Gott als den rechten Weg herabsandte, beginnt aus eigenem Wunsch heraus zu glauben und entscheidet sich, ohne Druck oder Zwang ausgesetzt zu sein. Der Mensch ist frei, das Richtige oder das Falsche zu wählen. Wenn er das Falsche wählt, wird er im Jenseits dessen Gegenwert erhalten. In den Versen des Quran finden sich zu diesem Thema leicht verständliche Befehle und Mahnungen:

Und als sie bei Joseph eingetreten waren, zog er seine Eltern zu sich und sprach: "Betretet ägypten in Sicherheit, so Gott will!" (Sure 10:99 – Yunus)

So kann zum Beispiel eine Person bei der Verkündung eines Gläubigen sofort glauben, eine andere Person jedoch antwortet mit Leugnen und aggressivem Verhalten. Während eine Person das Gewissen benutzt und beschließt, ihr Leben so zu führen, dass Gott zufrieden ist, zählt eine andere Person zu den Leugnern und kann ein schönes Wort mit Schlechtigkeit beantworten. Allerdings darf Leugnen den Einladenden in keiner Weise zu Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit führen. Gott befahl in der Sure Yusuf folgendermaßen:

Doch die meisten Menschen glauben es nicht, wie sehr du es auch wünschst. Aber du verlangst hierfür auch keinen Lohn von ihnen. Fürwahr, dies ist nur eine Ermahnung für alle Welt. (Sure 12:103, 104 – Yusuf)

Hierbei ist es wichtig, dass die Person, die zum Quran einlädt, zu jeder Zeit eine Moral aufzeigt, mit der Gott zufrieden ist, auf keinen Fall ein Zugeständnis an die gute Moral macht und auf Gott vertraut, unabhängig davon, wie die Reaktion der eingeladenen Person auch immer sein wird. Schließlich erklärt uns Gott, wie die Religion zu erklären sei, mit dem Vers, "Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift, es sei denn auf beste Art und Weise, außer mit jenen von ihnen, die unrecht handeln. Und sprecht: 'Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist ein und derselbe. Und lhm sind wir ergeben.'" (Sure 29:46 – al-‘Ankabut)

Alle kleinen und großen Ereignisse auf dieser Erde entstehen der göttlichen Vorsehung entsprechend. Und es ist Gott, der der Person den richtigen Weg weist, die zum Glauben einlädt. Aus diesem Grund empfinden die Gläubigen wegen des Verhaltens der Leugner keinerlei Besorgnis. Hierzu gibt es im Quran zahlreiche Beispiele: In dem Vers, "Willst du dich ihretwegen zu Tode grämen, weil sie an diese Botschaft nicht glauben?" (Sure 18:6 – al-Kahf) teilt Gott unserem Propheten mit, dass es nicht nötig ist Besorgnis wegen der Menschen zu empfinden, die er zum Quran einlud, die aber dann nicht glaubten. In einem anderen Vers heißt es folgendermaßen:

"Du kannst gewiß nicht jeden rechtleiten, den du liebst, sondern Gott leitet recht, wen Er will. Und Er kennt am besten diejenigen, welche sich rechtleiten lassen." (Sure 28:56 – al-Qasas)

Deshalb wirken die Einladung eines Menschen, dessen schöne Worte und die Einzelheiten, die er erklärt, nur mit dem Willen Gottes auf den Gegenüber.

Die einzige Verantwortung eines Gläubigen besteht darin, zum Quran einzuladen. Er hat keinerlei Verantwortung dafür, wenn die Leugnenden auf der Lüge bestehen und wenn sie wegen ihrer Taten die Höllenqualen verdienen. Unser Herr teilt diese Tatsache dem Propheten (s.a.w.s) mit dem Vers mit:

"Siehe, Wir entsandten dich mit der Wahrheit, als Freudenboten und Warner; und für die Bewohner der Hölle bist du nicht verantwortlich." (Sure 2:119 – al-Baqara)

Gott gab den Menschen Verstand und Gewissen. Die Botschafter und die heiligen Bücher, die die Botschafter offenbarten, zeigten den rechten Weg. Aus diesem Grund ist der Mensch für seine eigene Wahl verantwortlich. Die Islamische Moral kann nur mit aufrichtigem Entschluß gelebt werden, mit der Hingabe an Gott und mit dem Hören auf die Stimme des Gewissens, die jederzeit das Richtige befiehlt. Es ist der Moral des Islam vollkommen entgegengesetzt, eine Person zum Gebet zu zwingen. Denn wichtig ist die Hingabe an Gott aus ganzem Herzen und der aufrichtige Glaube. Wenn jedoch ein System die Menschen mit Zwang zum Glauben und Gebet bringt, dann werden die Menschen nur religiös, weil sie sich vor diesem System fürchten. Aus religiöser Sicht ist es also vernünftig, die Religion nur für die Zufriedenheit Gottes zu leben und dies in einem Umfeld, in dem das Gewissen völlig frei ist. In der Sure al-Ghadschiya befiehlt Gott dem Propheten (s.a.w.s) folgendermaßen:

So ermahne! Siehe, du bist nur ein Ermahner; du hast keine Macht über sie. Doch der, der sich abkehrt und ungläubig ist, ihn wird Gott mit gewaltiger Strafe strafen. Denn zu Uns ist gewiß ihre Heimkehr. Dann aber obliegt es Uns, sie zur Rechenschaft zu ziehen. (Sure 88:21-26 – al-Ghadschiya)

Die Islamische Religion berücksichtigt auch bei der Wahl des religiösen Glaubens die Freiheit der Menschen und gebietet Achtung vor anderen Religionen. Auch wenn ein Mensch einem Glauben anhängt, der im Quran als Aberglauben qualifiziert wurde, so kann diese Person auf Islamischen Boden in Ruhe und Frieden leben und ihre Gebete frei verrichten. Gott befahl dem Propheten (s.a.w.s), zu den Leugnern folgendermaßen zu sprechen:

"Ich verehre nicht, was ihr verehrt, und ihr verehrt nicht, was ich verehre. Und ich werde kein Verehrer dessen sein, was ihr verehrt, und ihr werdet kein Verehrer dessen sein, was ich verehre. Euch euer Glaube und mir mein Glaube!" (Sure 109:2-6 – al-Kafirun)

Entsprechend der Islamischen Moral kann jeder Mensch die Gebete seines Glaubens in freier Weise verrichten. Niemand kann einen anderen Menschen davon abhalten die Gebete seiner Religion zu erfüllen, oder diesen dazu zu zwingen, in einer bestimmten Form zu beten. Denn dies wäre gegen die Islamische Moral und ein Verhalten, mit der Gott nicht zufrieden ist. Wenn wir die Islamische Geschichte untersuchen, erkennen wir ein Gesellschaftsmodell, in dem jeder seine Gebete frei verrichten und die Erfordernisse seines Glaubens erfüllen kann. Der Quran spricht von den Gebetsstätten der Anhänger der Buchreligionen, also von Kloster, Kirche und Synagoge als von Gebetsorten, die von Gott geschützt sind:

… Und hätte Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, wären (viele) Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen GottesName häufig gedacht wird, bestimmt zerstört worden. Und wer Ihm helfen will, dem hilft gewiß auch Gott; denn Gott ist stark und mächtig. (Sure 22:40 – al-Hadsch)

Das Leben unseres Propheten (s.a.w.s) ist voll solcher Beispiele. Der Prophet (s.a.w.s) sagte sogar zu den Christen, die bei ihm vorsprachen, dass sie in seiner eigenen kleinen Moschee ihre Gebete verrichten können und überließ sie ihnen zu diesem Zwecke. Auch die Nachfolger des Propheten (s.a.w.s) bewahrten diese tolerante Anschauung und teilten bei der Eroberung von Damaskus eine zur Kirche gewordene Moschee in zwei Teile; in der einen Hälfte beteten die Christen, in der anderen die Muslime.

Der Islam befiehlt Ungerechtigkeit nicht zu akzeptieren

Gläubige sind niemals unempfindlich gegen Ungerechtigkeiten, deren Zeuge sie werden, die sie hören, oder von denen sie auf indirektem Wege erfahren. Ihre Barmherzigkeit, die ja ihre Quelle in der Quranischen Moral hat, leitet sie dazu an, jederzeit gegen jede Art von Grausamkeit, Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit zu sein, die Rechte der Unschuldigen zu schützen und sich für diese in gedanklicher Auseinandersetzung zu bemühen. Bei einer Ungerechtigkeit handelt der Gläubige stets entschlossen, ob es sich bei dem Gegenüber um den engsten Freund handelt oder um einen völlig unbekannten Fremden, an den man eigentlich keinerlei Interesse hat. Er denkt daran, dass dies eine Gelegenheit ist, die Zufriedenheit Gottes zu gewinnen und die Quranische Moral zu praktizieren. Da das Gewissen des Gläubigen äußerst empfindlich ist, erlaubt es sein Barmherzigkeitsempfinden keinesfalls, dass die kleinste Ungerechtigkeit oder Unterdrückung übersehen wird. Zuallererst wird er selbst zum Vorläufer einer Moral, die niemanden unterdrückt und ungerecht behandelt. Sein Gewissen ist erst dann ruhig, wenn er sich mit ganzer Kraft und bis zuletzt zur Behebung einer solchen beobachteten Situation einsetzt.

Ungebildete Menschen bewegen sich erst, wenn die Ungerechtigkeit an ihre Türen klopft. Die Gegenleistung für das Gute, das sie getan haben und für die gute Moral, die sie an den Tag legten, kommt daher, dass sie nicht vergessen oder geleugnet haben. Ein Gläubiger ist sich dieser Situation bewußt. Aus diesem Grund bemüht er sich, sich auch einem Unbekannten mit Barmherzigkeit anzunähern und diesen vor Ungerechtigkeit zu schützen. Wenn ihn niemand unterstützt, versucht er, allein und unter Einsatz aller seiner Möglichkeiten das Schlechte zu verhindern. Auch wenn die Menschen in der Mehrzahl sind, die sich dem entgegengesetzt verhalten, so verführt deren Gewissenlosigkeit und Unbekümmertheit niemals zur Nachlässigkeit. Die Muslime wissen, dass sie im Jenseits gefragt werden, wieviel Mühe sie bei einem Vorkommnis für Gerechtigkeit aufwandten, und was sie taten, um die Ungerechtigkeit zu verhindern. Sie vergessen auch nicht, dass nur gewissenhaftes Verhalten gewinnbringend ist und sie wissen, wie viele Menschen auf der Welt sich mit “Ich sehe nicht”, “Ich höre nicht”, und “Ich habe nichts bemerkt” aus der Verantwortung stehlen. Denn der Mensch wird ganz allein geprüft.

Wie der Vers, "... Dann soll er nackt und bloß zu uns kommen." (Sure 19:80 – Maryam) mitteilt, wird der Mensch allein vor Gott treten und Rechenschaft über seine Taten auf der Welt ablegen müssen. Diejenigen, die sich gut verhalten haben, sich gegen jede Art von Ungerechtigkeit einsetzten und gegen das Schlechte auf dem Weg Gottes stritten, können sich von Gott für ihre guten Taten einen schönen Lohn im Jenseits erhoffen. Gott spricht in einem Vers folgendermaßen:

ln der Tat, wer auch immer sich Gott hingibt und Gutes tut, der hat seinen Lohn bei seinem Herrn; und keine Furcht kommt über sie, und sie werden nicht traurig sein. (Sure 2:112 – al-Baqara)

 

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