Islam verflucht den Terror

Der Islam Verurteilt den Terrorismus

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Der Irrtum des Radikalismus und die Wahrheit

“Und sprich: Gekommen ist die Wahrheit und vergangen das Falsche.
Das Falsche ist fürwahr vergänglich.”
(Koran, 17:81)

Wir müssen zusammen mit jener des Terrors auch noch eine andere Idee untersuchen; es geht dabei um das Phänomen des Radikalismus. Radikalismus bedeutet, plötzliche, revolutionäre, destruktive Veränderungen in irgendeiner Sphäre zu unterstützen und eine strikte, kompromisslose Politik zu betreiben mit dem Ziel, diese herbeizuführen. Radikale lassen sich an ihrem Wunsch nach revolutionärer Veränderung erkennen und an der sturen, manchmal aggressiven Einstellung, die sie an den Tag legen.

Angesichts dessen sind für die Muslime, hier wie auch in jeder anderen Sphäre des Lebens, die Verse des Korans und das Leben des Propheten Muhammad (fsai) die Leitplanken. Wenn wir den Radikalismus im Lichte des Korans betrachten, sehen wir, dass dieser nichts mit der Art und Weise zu tun hat, wie Gott dem Gläubigen sich zu verhalten befiehlt. Wenn Gott im Koran einen Gläubigen beschreibt, beschreibt Er ihn als eine liebende, sanft sprechende Person, die Konflikte und Streit vermeidet und sich selbst den feindseligsten Menschen mit Wärme und Freundschaft begegnet.

Ein Beispiel, das uns auch in diesem Zusammenhang leiten soll, ist der Befehl, den Gott den Propheten Moses (fsai) und Aaron (fsai) erteilte, als sie zum Pharao gehen sollten und in sanftem Ton mit ihm sprechen sollten.

"Geht beide zu Pharao. Siehe, er überschreitet das Maß. Doch sprecht mit ihm auf freundliche Weise. Vielleicht lässt er sich ermahnen oder lernt, (Mich) zu fürchten." (Koran, 20:43-44)

Der Pharao war einer der grausamsten und am meisten rebellischen Ungläubigen seiner Zeit. Er war ein Despot, der Gott leugnete und in völliger Ignoranz Götzen anbetete; er überzog die Gläubigen (die Israeliten jener Zeit) mit fürchterlichen Grausamkeiten und Mord. Aber Gott befahl Seinen Propheten, zu einem so feindseligen Menschen zu gehen und sanft mit ihm zu sprechen.

Wir sehen, der Weg, den Gott zeigt, ist, der Weg des freundlichen Dialoges, keiner des Konflikts mit scharfen Worten, wütenden Slogans und aufgestachelten Protesten.

Einige Beispiele des Sprechens gefälliger Worte im Koran

Es gibt noch einige weitere Beispiele, um Muslimen zu zeigen, wie man sich verhalten soll, im Dialog zwischen dem Propheten Schuayb (fsai) und den Gottesleugnern. Der Dialog wird im Koran wie folgt wiedergegeben:

"Und zu den Leuten von Madyan (entsandten wir) ihren Bruder Schuayb. Er sprach: ‚O mein Volk! Dient Gott! Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Und verkürzt nicht Maß und Gewicht. Fürwahr, ich sehe, dass es euch gut ergeht, gleichwohl fürchte ich für euch die Strafe eines allumfassenden Tages. O mein Volk! Gebt rechtes Maß und Gewicht und enthaltet den Leuten nichts vor und richtet auf Erden kein Unheil an. Gottes Rest ist das beste für euch, falls ihr gläubig seid. Doch ich bin nicht euer Hüter.' Sie sagten: ‚O Schuayb! Bedeutet dein Gebot, dass wir aufgeben sollen, was unsere Väter anbeteten, und dass wir mit unserem Vermögen nicht nach Belieben schalten und walten sollen? Du bist doch immer nachsichtig und rechtdenkend!' Er sprach: ‚O mein Volk! Was meint ihr? Ich habe doch einen deutlichen Beweis von meinem Herrn und Er hat mich von Sich aus schön versorgt. Anders als ihr möchte ich keineswegs selbst tun, was ich euch untersagt habe. Ich will nichts anderes als euere Besserung, so weit ich es vermag. Und mein Erfolg liegt allein bei Gott. Auf Ihn vertraue ich, und Ihm wende ich mich zu.'" (Koran, 11:84-88)

Wenn wir untersuchen, was er sagt, sehen wir, dass der Prophet Schuayb (fsai) die Menschen dazu eingeladen hat, an Gott zu glauben und hohe moralische Prinzipien anzunehmen, und er tat dies mit Freundlichkeit und in Demut. Wir finden einiges der Gründe dafür in den Aussagen, die im Vers wiedergegeben werden:

◉ Wenn der Prophet Schuayb (fsai) zum Volk sagt "Ich bin nicht ein Wächter über euch", will er keine dominante Rolle über sie ausüben; seine einzige Absicht bleibt, sie über die Wahrheit in Kenntnis zu setzen, die Gott offenbart hat.

◉ Die Worte der Ungläubigen zum Propheten Schuayb (fsai) , "Du bist doch fürwahr klug (und) rechten Sinnes", zeigen seinen warmen, sanften und höflichen Charakter und dass dieser von den Gottesleugnern durchaus gewürdigt wurde.

◉ "O mein Volk, saget an": Diese Formulierung, die der Prophet Schuayb (fsai) verwendet, zeigt, dass er die Gottesleugner dazu auffordert, ihre Intelligenz und ihr Gewissen zu nutzen. Mit anderen Worten: Er hat nie nachhaltigen Druck ausgeübt, sondern von einem gegnerischen Standpunkt aus ihre Ideen in Frage gestellt und sie dazu eingeladen, diese zu überdenken und auf der Grundlage ihres eigenen freien Gewissens zu einer Schlussfolgerung zu gelangen.

◉ "Ich möchte nicht gegen euch eben das tun, was ich euch zu unterlassen bitte": Hier zeigt sich, dass das Verbot, das der Prophet Schuayb (fsai) hier ausspricht, kein Verbot im eigentlichen Sinne ist. Er erklärt, dass einige Handlungen sündhaft sind und lädt die Menschen ein, von diesen Abstand zu nehmen. Wenn der Prophet Schuayb (fsai) sagt "Ich möchte nicht gegen euch eben das tun", bringt er zum Ausdruck, dass er nicht den Streit mit den Menschen sucht oder erreichen möchte, dass sie sich unbehaglich fühlen, auch möchte er zu keinen Differenzen beitragen; er will sie lediglich zum Glauben und zur Annahme hoher moralischer Prinzipien einladen.

Wer den Koran untersucht, wird eine warme, sanftmütige und einfühlsame Haltung bemerken, die alle Propheten charakterisiert. Gott offenbart, dass der Prophet Abraham (fsai) "mitleidsvoll und milde" war (Koran, 9:114) und in einem anderen Vers des Propheten Muhammad (fsai) moralische Prinzipien wie folgt beschrieben werden:

"Und dank der Barmherzigkeit Gottes warst du gütig zu ihnen. Wärst du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie von dir davongelaufen. Darum vergib ihnen und bete für sie um Verzeihung und ziehe sie in der Sache zu Rate, aber wenn du einmal entschlossen bist, dann vertraue auf Gott; siehe, Gott liebt die Ihm Vertrauenden." (Koran, 3:159)

Gott befiehlt Menschen die Vermeidung zorniger Wörter

Ein offenkundiges Charakteristikum des Radikalismus ist die Wut. Diese Haltung lässt sich klar in den Reden, Schriften und Kundgebungen der Radikalen erkennen. Jedoch ist Wut kein Attribut für Muslime. Wenn Gott die Gläubigen im Koran beschreibt, spricht er von ihnen als "Die da spenden in Freud und Leid und DEN ZORN UNTERDRÜCKEN UND DEN MENSCHEN VERGEBEN - und Gott liebt die Gutes Tuenden." (Koran, 3:134)

Es gibt keine Situation, in welcher Muslime Wut zeigen. Natürlich möchte jeder Muslim, dass andere Menschen an Gott glauben und im Einklang mit moralischen Prinzipien leben, aber dies ist nur durch die Gnade Gottes möglich. Was auch immer wir tun, so sehr wir uns auch bemühen, den Menschen die Wahrheit zu erklären: Die Herzen der Menschen sind in Gottes Hand. Gott erinnert die Muslime an diese wichtige Tatsache in jenem Vers, da es heißt: "Haben denn diejenigen, die glauben, nicht die Hoffnung aufgegeben (dass jedermann sogleich den rechten Glauben annehmen wird, und sich damit abgefunden), dass Gott, wenn er gewollt hätte, die Menschen allesamt rechtgeleitet hätte?" (Koran, 13:31)

Aus diesem Grund ist es auch die Pflicht eines Muslims, die Fakten zu erklären und Menschen dazu einzuladen, diese anzuerkennen. Ob sie die Einladung annehmen oder nicht, das ist einzig von ihrem Gewissen abhängig. Gott offenbart seine Wahrheit im Koran, als Er sagt, dass es keinen Zwang im Glauben gibt.

"Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum unterschieden. Wer die falschen Götter verwirft und an Gott glaubt, der hat den festesten Halt erfasst, der nicht reißen wird. Und Gott ist hörend und wissend." (Koran, 2:256)

Deshalb gibt es aber auch keinen Zwang, wenn es darum geht, Menschen zum Glauben zu bringen und zu Muslimen zu machen, oder Muslime dazu zu bringen, Gebete zu verrichten und sich vor der Sünde in Acht zu nehmen. Es gibt nur Ratschläge. Gott offenbart in einigen Versen, die an Gottes Propheten (fsai) gerichtet waren, dass Muslime keine Unterdrücker sind:

"Wir wissen wohl, was sie sagen; doch du kannst sie nicht zwingen. Darum ermahne mit dem Quran alle, die Meine Drohung fürchten." (Koran, 50:45)

"Sprich: 'O ihr Menschen! Nun ist die Wahrheit von euerem Herrn zu euch gekommen. Wer da geleitet ist, der ist nur zu seinem eigenen Besten geleitet; und wer irregeht, der geht nur zu seinem eigenen Schaden irre. Und ich bin nicht euer Sachwalter.'" (Koran, 10:108)

Muslime sind nur dafür verantwortlich, die religiöse Moral zu erklären, sie üben keinen Druck oder Zwang gegen irgendjemanden aus und sind dazu aufgerufen, selbst zu den tyrannischsten Gottesleugnern sanft zu reden. Solche Menschen können keine Radikalen sein, denn Radikalismus steht gerade für das Gegenteil jener Qualitäten, die wir aufgeführt haben. In der Tat ist Radikalismus ein unislamischer Gedankengang und eine politische Einstellung, die von außen in die muslimische Welt hineingetragen worden ist. Wenn wir die sozialen Phänomene betrachten, die in den Begriffen des Radikalismus beschrieben werden, werden wir sehen, dass es sich dabei im Grunde um eine Sammlung von Methoden und Kommunikationsformen handelt, wie sie auch Kommunisten verwendet hatten, oder um einen Ausdruck von "fanatischem Zorn", der im wahren Islam keinen Platz hat. (Koran, 48:26)

Wie kann der Teufelskreis von Radikalismus und Terror durchbrochen werden?

R. Radicalism T. Terror

R. Radikalismus
T. Terror

Wie wir bereits festgestellt haben, steht eine konkrete Tatsache nach 14 Jahren militärischer Operationen von Afghanistan bis Libyen, von Nigeria bis in den Irak, fest; nämlich, dass sich die terroristischen Gruppen durch Militäreinsätze, Gewalt und Unterdrückung nicht ausradieren ließen, sondern sie sogar noch größer und stärker geworden sind.

Stattdessen haben all diese militärischen Operationen, darunter Luftanschläge und Bodeneinsätze, zu mehr zivilen Opfern geführt, Städte beschädigt und die Infrastruktur zerstört, was dazu geführt hat, dass die Empörung in den betroffenen Ländern gestiegen ist und diese erst recht wieder radikalen Organisationen zugutegekommen ist. Milliarden für die Bekämpfung von Terrorgruppen auszugeben, aber gerade dadurch diesen neue Anhänger zu verschaffen, ist ein höchst unbefriedigender Zustand.

Auch wenn die Tötungen von Anführern der Terrororganisationen von einigen Militäranalysten als effektive Technik präsentiert werden, haben diese von einer weiteren Perspektive aus betrachtet keine wirklichen Resultate nach sich gezogen. So hatte die Tötung von Osama Bin Laden augenscheinlich nicht zum Verschwinden von Al-Qaida geführt.

Außerdem verstehen es die Terrororganisationen geschickt, selbst bewaffnete Angriffe dieser Art, die gegen sie geführt werden, in Propaganda umzufunktionieren. Sie deuten die Attacken gegen sie zum Beweis für die sogenannte rechtschaffene Natur ihrer Sache um. Aus diesem Grund sind diese Gruppen auch entweder noch stärker geworden oder haben ihre Aktivitäten im Untergrund weitergeführt, was den militärischen Kampf gegen sie noch ineffektiver macht.

Um die Spirale des Terrors zu durchbrechen, müssen sozioökonomische Verbesserungen veranlasst werden und eine Politik betrieben werden, die die Umsetzung des demokratischen Prozesses vorantreiben, auch und gerade in Regionen mit terroristischen Aktivitäten.

Um dies alles herbeizuführen, ist es aber auch erforderlich, die Unwissenheit zu beseitigen, welche die Wurzel aller Irrtümer der radikalen Denkart ist. Dies ist vor allem eine Aufgabe, der man sich durch Bildung und kulturelle Aktivitäten nähern sollte. Korrekte Erziehung mit akkuraten Ideen muss in die Wege geleitet werden, dies wäre weitaus effizienter als Trillionen an US-Dollar in Waffen zu investieren und später weitere Milliarden für humanitäre Hilfslieferungen, die dann unweigerlich wieder erforderlich werden. Diese Methode würde am Ende zudem wesentlich bessere Resultate nach sich ziehen.

Es ist möglich, diese Extremisten zu stoppen, bevor diese sich in Killer verwandeln, vor allem durch das Ergreifen von Vorkehrungen gegen die intellektuellen und philosophischen Grundlagen dieser Organisationen. Außerdem würde dies auch die Rekrutierung neuer Kämpfer für diese Gruppen erschweren und am Ende sogar verunmöglichen. Keine Terrororganisation wäre einem solchen geistigen Kampf über Fernsehkanäle, Radio und Internet gewachsen. Eine Bewegung, die ihre intellektuelle Basis verliert, kann aber nicht überleben. Die Staaten sollten diese Aufgabe entweder selbst übernehmen oder Nichtregierungsorganisationen unterstützen, die genau dies für sie übernehmen. Eine bildungstechnische Mobilmachung gegen alle terroristischen Organisationen, egal, wie ihre ideologischen Wurzeln aussehen, ist, was erforderlich sein wird, um den fürchterlichen Terror in aller Welt zu verhindern.

A. Militär-Budget in US-Dollar

The world states pour money into fighting extremism with armed force; yet this menace keeps growing. An educational mobilisation against terrorist organisations is what it will take to prevent the outrageous terror all over the world.

Die NATO steckt weiterhin Geld in den bewaffneten Kampf gegen den Terrorismus; aber warum wächst die Bedrohung trotzdem? Die Antwort auf diese Frage liegt in der Richtung, in die sich diese Finanzen bewegen. Der Versuch, eine extremistische Ideologie einzig mit physischer Gewalt zu bekämpfen wird nicht viel bewegen außer ihre Anhängerzahl zu vergrößern. Je mehr an unschuldigen Menschenleben diese militärischen Einsätze in der Region kosten, umso mehr Angehörige und Nahestehende der Opfer werden Motivation verspüren, sich aus ihrem Ressentiment gegen den Westen selbst den Extremisten zuzugesellen.

Gefährliche Bewegungen dieser Art müssen beseitigt werden und dabei muss vor allem auch ihre ideologische Basis weltweit zerstört werden. Faktisch kann dies nur durch die Nationen des Nahen Ostens vollzogen werden, mithilfe ihrer westlichen Verbündeten. Diese Anstrengungen müssen geführt werden, um den Radikalismus und dessen Effekte auf globaler Ebene auszulöschen und die positiven Ideale der Menschheit, wie Demokratie, Pluralismus und Menschenrechte zu fördern – und Bildung ist der wichtigste Weg dazu. Um die Weiterverbreitung des Radikalismus zu verhindern, die eine außerordentliche Gefahr für die globale Sicherheit darstellt, sollten sich die Führer der Welt darüber im Klaren werden, dass es ein dringliches Bedürfnis nach einer geistigen Kampagne gibt und danach, Unwissenheit durch intellektuelle Anstrengungen zu korrigieren.

DIE TATSÄCHLICHEN KOSTEN DES KRIEGES UND SINNVOLLERE INVESTITIONSMÖGLICHKEITEN

Das Militär-Budget der USA stieg in den aufeinanderfolgenden 11 Jahren um 104%. Die Ausgaben in 2001, 354 Mrd. Dollar, sind im Jahr 2011 auf 721 Mrd. Dollar gestiegen.

Das Pentagon nutzt für Kriege ein größeres Budget, als 50 Staaten für Gesundheit, Bildung und Sicherheit.

These two pages show some examples of how military spending could have been employed in other fields.

Der Angriff auf Charlie Hebdo:
Ein Beispiel zeigt die Wichtigkeit des intellektuellen Kampfes gegen den Terrorismus auf

Einer der schrecklichsten Akte des radikalen Terrorismus, wie wir ihn bereits beschrieben haben, ist ohne Zweifel die Ermordung von 12 Mitarbeitern des Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris. Nach dieser Attacke gerieten auch Synagogen, Moscheen, islamische Organisationen, Koscher-Läden und Friedhöfe ins Visier des Terrorismus. Der weitere Anschlag auf ein Treffen in Erinnerung an die Toten von Charlie Hebdo in Dänemark illustrierte einmal mehr, wie ernst die Lage ist.

Es scheint sich ein Teufelskreis des Hasses gebildet zu haben und dieser bedroht am meisten die normalen, unschuldigen Menschen. Die Radikalen jeder Philosophie haben das Potenzial, Europa für jedermann und vor allem für Minderheiten wie Muslime und Juden unbewohnbar zu machen. Terrorismus, Anarchie und Gewalt sind die größten Probleme des Jahrhunderts. Die islamische Welt leidet selbst am meisten darunter. Wir müssen gerade deshalb aber auch umso mehr deutlich machen, dass Terrorismus keine Religion hat.

Terrorismus und Gewalt sind jedoch auch unausweichliche Resultate eines Bildungssystems, das der Vorstellung anhängt, Menschen wären im Wesentlichen Tiere, die in einem rauen Umfeld um ihr Überleben kämpften. Dieses System lehrt die Menschen Grausamkeit, Selbstsucht und Erbarmungslosigkeit. In diesem System haben Altruismus, Zusammenarbeit, Mitgefühl und Liebe keinen Wert. Ein Mensch werde demnach nur durch Grausamkeit und Selbstsucht stark. Wird eine spirituell schwache Person auf diese Weise erzogen und weiß er insbesondere nicht, wie er sein Gewissen benutzen solle, wird er zur leichten Beute jeder Ideologie, die Gewalt als Mittel betrachtet, um "sich selbst zu beweisen" oder "seine Rechte zu erlangen". Um es zusammenzufassen: Ein Mensch, der in einer solchen Weise erzogen wird, kann dazu überredet werden, sich dem Terrorismus zuzuwenden, sei es, wie es manchmal geschieht, durch kommunistische Prinzipien, manchmal aber auch durch radikale Einflüsse, die sich als "islamisch" darstellen. Aus diesem Grunde ist es aber auch die erste große Aufgabe, die der Welt im Kampf gegen den Terrorismus zukommt, das fehlerhafte Bildungs- und Erziehungssystem wieder ins Lot zu bringen.

Ein Teufelskreis aus Hass scheint sich gebildet zu haben, unter dem Unschuldige am stärksten zu leiden haben.

Es ist zutreffend, dass der Inhalt von Charlie Hebdo und anderen ähnlichen Publikationen, Muslime beleidigt. Dieses Magazin publizierte Inhalte, die nicht nur Muslime, sondern auch Christen, Juden, Buddhisten und viele andere Menschen schmähten. Allerdings sollten Muslime in einer solchen Situation auf dem Wege des Rechtsstaats ihre Interessen verfolgen, um prüfen zu lassen, ob ein rechtlich relevanter Fall von Verletzung seiner Werte oder Interessen stattgefunden hat. Noch besser wäre es, er träte an diejenigen, die ihn beleidigt haben (oder jene mit ähnlichen Ideen) in einer freundlichen Weise heran und erklärt ihnen – höflich -, dass ihre Haltung unangebracht ist, dass Humor auch auf elegantere Weise gepflegt werden kann, und er ermuntert sie dazu, stattdessen eine liebevollere und einfühlsamere Einstellung zu entwickeln. Muslime können darüber schreiben und sprechen, dass solche falschen Ideen widerlegt werden sollen und die ganze Welt darüber unterrichten. Was auch immer für ein Weg gewählt wird: ein korantreuer Muslim kann niemals einen anderen Menschen einfach dafür töten, dass dieser nicht dem Islam folgt. Auf der anderen Seite werden überall auf der Welt Morde begangen und brutale Taten im Namen des Islams verübt und deren Opfer sind typischerweise Muslime. Jeden Tag verlieren weltweit unzählige Muslime ihr Leben infolge von Terrorattacken.

Man sollte sich stets dessen bewusst sein, dass die Täter keinen Islam leben, der auf dem Koran fußt, sondern einen, der auf Radikalismus beruht. Dieser Radikalismus kam nach dem Tod des Propheten Muhammad (fsai) und hat Regeln aufgestellt, die in der Religion nicht existieren. Sie benutzten den Namen Gottes und des Propheten (fsai) , um eine völlig neue Religion zu kreieren. Dieses auf erfundenen Hadithen entwickelte System lässt keinen Raum für Liebe, Mitgefühl, Freundschaft, Respekt vor Frauen, Frieden, Schönheit, Kunst oder Wissenschaften; mit anderen Worten: für Dinge, die Menschen tatsächlich Freude bringen. Es ist nur Raum für Unterdrückung, Zwang, Grausamkeit und Gewalt. Dieses radikale System versucht gleichsam, Menschen im Namen des Islams lebendig zu begraben und ihnen alles Schöne wegzunehmen.

Islam Karsiti Karikatur Amaci

Die beleidigenden Ausführungen in Charlie Hebdo und anderen ähnlichen Veröffentlichungen haben Muslime in aller Welt verletzt. Dennoch sollten Muslime auf rechtliche Mittel zurückgreifen. Noch besser wäre es, den Urheber freundlich auf einen eleganteren Stil des Humors aufmerksam zu machen und ihn zu ermutigen, eine liebevolle und mitfühlende Haltung anzunehmen.

Aus diesem Grund ist es aber auch von elementarer Wichtigkeit, bei allen Bemühungen, zu erklären, dass der Islam eine Religion des Friedens ist, die Begründung dafür auf den Koran zu stützen. Es ist nämlich für eine Person, die eine Fassung des Islams predigt, die auf dem Aberglauben der Radikalen und auf erfundenen Hadithen fußt, technisch unmöglich, über Frieden und Liebe zu sprechen.

Diese Wahrheit leitet nicht nur die Muslime auf den rechten Weg, sondern auch die westliche Welt, die den Terrorismus beenden möchte: Die einzige Option, den so genannten "islamischen Terrorismus" zu stoppen, ist, auf geistiger Ebene die Ideen auszuradieren, die ihn nähren. Solange der radikale Geisteszustand anhält, man die muslimische Welt mit Drohnen bombardiert, Truppen schickt oder Terrorführer im Bestreben tötet, Gewalt mit noch mehr Gewalt zu vergelten, wird der Terrorismus nicht enden. Er wird im Gegenteil sogar noch angefacht und zum noch größeren Monster. Es sollte vielmehr alles vermieden werden, was Hass und Feindseligkeit anstacheln könnte, und ein Umfeld geschaffen werden, das von Ideen und nicht von Waffen gekennzeichnet ist.

Lasst mich noch einmal deutlich machen: Terror ist in keiner Form akzeptabel. Insbesondere ist es eine der schrecklichsten Tragödien unseres Jahrhunderts, dass der Islam, der das Töten eines Menschen mit dem Töten der gesamten Menschheit gleichsetzt, mit dem Terror in Verbindung gebracht wird. Jedoch wird der Terror nicht dadurch verschwinden, dass man auf die Straße geht und Protestmärsche abhält, auch nicht durch Verurteilungen vonseiten der Politiker, auch nicht dadurch, dass man einfach wiederholt betont: "Der Islam ist eine Religion des Friedens". Die Tatsache, dass der Islam eine Religion des Friedens ist, geht bereits aus dem Koran hervor, aber sie muss unermüdlich in die Welt getragen werden und unter Anführung von Beweisen, vor allem aber auch im Wege der Bildung. Auch muss die islamische Welt von Nonsens gesäubert werden: Dafür ist westliche Unterstützung sicher wichtig, aber es sind Muslime, die den Job ausführen müssen.

Warum schließen sich Menschen radikalen und terroristischen Organisationen an?

Terrorexperten, Geheimdienstmitarbeiter, Autoren, Verleger und Analysten im Westen suchen stetig nach einer Antwort auf die Frage: Warum schließen sich Menschen radikalen und terroristischen Organisationen an?

Sie kommen mit unzähligen Theorien an; sie sprechen über arme Kinder aus den Vorstädten, über ungebildete und unwissende Menschen und über gelangweilte Jugendliche auf der Jagd nach Abenteuern. Andere wieder beschreiben das Phänomen als die "attraktive Kraft utopischer Politik", während andere denken, diese Leute ziehen mit dem Ziel aus, ihre "eigene Geschichte zu schreiben". Diese Theorien haben sich oft als wenig zweckdienlich erwiesen, als man zunehmend bemerkt hat, dass sich in diesen Gruppen auch immer eine große Anzahl an wohlhabenden Menschen, Menschen, die Karriere gemacht haben, Akademikern, Doktoren und Ingenieuren findet und dass viele ihrer Mitglieder selbst aus einem reichen Umfeld stammen.

Einige haben auch erklärt, diejenigen, die sich Organisationen dieser Art anschließen, hätten "mentale Probleme". Dazu hat sich John Horgan geäußert, ein Psychologe und Professor am Lowell-Zentrum für Terrorismus- und Sicherheitsstudien an der University of Massachusetts: "Wir denken, wir können das, was Terroristen tun, auf Grund dessen, was sie tun, durch eine Pathologie dieser Leute erklären, aber es führt in die Irre, Terrorismus als Geisteskrankheit zu erklären."2

Horgan und auch andere mussten am Ende alle ihre Hypothesen über den Haufen werfen. Weder Armut, noch Langeweile, noch Geisteskrankheit kann erklären, warum Menschen aus so vielen Ländern der Welt so entschlossen sind, einen schwierigen und beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen, nur um zum Teil eines Systems zu werden, in dem Menschen schnell und mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben oder getötet werden. Niemand zieht in einen Krieg, verlässt seine Familie und alles, was er hatte, um "seine Geschichte zu schreiben". Er würde den Tod niemals so kompromisslos und einfach akzeptieren.

Aus aller Welt schließen sich Menschen radikalen Gruppen an, von europäischen Ländern über Kasachstan, Australien, Somalia bis zu Russland oder Tunesien. Die Zahl der Menschen, die sich diesen Gruppen anschließen, steigt stetig. An oberster Stelle stehen europäische Länder wie Frankreich oder Deutschland.

Wollen wir nun die Antwort auf diese verstörende Frage betrachten: Die Abkehr vom Koran und von den wahren Lehren des Islams sowie die konsequente Aneignung einer verdrehten Interpretation der Religion hat manche Muslime dazu gebracht, Freiheit, Kunst und Wissenschaft den Rücken zuzukehren und sich in einem signifikanten Ausmaß zu radikalisieren. Eine ideologische Infrastruktur des Radikalismus hat sich in einer unkontrollierten (und manchmal auch in einer durchaus von bestimmten Kreisen gesteuerten) Weise über weite Territorien ausgebreitet und gefährdet diese, darunter auch Europa. Der Radikalismus hat Islamophobie nach sich gezogen, zumal die Proponenten der Islamophobie nicht begreifen, dass sie nur weiteren Radikalismus anheizen in einer Weise, die sich die meisten von ihnen wohl nicht ehrlich wünschen würden.

Es wird angenommen, dass schätzungsweise 15.000 Kämpfer aus mindestens 80 Nationen nach Syrien eintraten, um das Assad-Regime zu stürzen. Europa ist momentan in einem Zustand erhöhter Angst und Paranoia, aufgrund möglicher Rückkehrer zwischen den Mitgliedern radikaler Organisationen, die ihre Terrorakte in ihren Heimatländern weiterführen.

Je größer die Anzahl derer wird, die glauben, die Lösung liege darin, den Islam oder die Muslime zu zerstören, oder die keine Muslime in ihrem Land haben wollen oder schadenfroh die Unterdrückung der Muslime in der Welt beobachten, umso stärker stacheln sie den Hass an. Die schrecklichen Bilder, die nach dem Ende der Interventionen der Koalitionskräfte in Afghanistan und im Irak hinterlassen wurden, waren für viele der letzte zündende Funke zur Radikalisierung. Die Bilder vom unterschiedslosen Töten von Familien und der Zerstörung von Häusern konnte niemand mehr aus dem Gedächtnis der Menschen bannen. Barbarisches Wüten stachelte wiederum neuen Hass an.

Das Ziel der westlichen Koalition mag tatsächlich die Einführung einer eigenen Version von Demokratie in diesen Ländern sein. Die Methoden, die dabei gewählt werden, schadeten jedoch nicht nur dem Nahen Osten, sondern auch dem Westen selbst. Wer verstehen will, warum so viele Menschen von Europa aus radikalen Gruppen beigetreten sind, aber auch, warum Selbstmord ein so eminentes Problem in der US-Armee ist, sollte einen aufmerksamen Blick auf die irrige Natur der Politik werfen, die vom Westen betrieben wird.

Was soll also die Lösung sein? Radikale Organisationen folgen einer abartigen Ideologie, von der viele Menschen in der Welt glauben, diese wäre richtig. Die Anhänger dieser Ideologie können diese Organisationen nicht ablehnen, weil sie in ihrem Herzen schlichtweg glauben, dass sich diese auf dem falschen Weg befinden. Dieses tief verwurzelte Problem kann nur von der Islamischen Welt selbst beseitigt werden, indem diese die auf Unfug beruhenden Quellen zurückweist und zum Koran zurückkehrt. Nur der Mahdi (fsai) kann am Ende dies bewerkstelligen.

Monat für Monat treten über 1000 neue ausländische Kämpfer den Kampf in Syrien an. Selbst Luftangriffe schrecken neue Willige nicht davon ab. Das Problem des Radikalismus kann nur durch die islamische Welt selbst gelöst werden, in dem sie sich vom Aberglauben basierend auf unsicheren Überlieferungen abwendet und vollständig zum Koran zurückkehrt.

Zu einem großen Teil schaffen es die radikalen Organisationen, diesen Effekt zu schaffen, indem sie das Internet dafür benutzen. Sie überschwemmen die sozialen Medien mit einer Meisterleistung überzeugend gestalteter Propaganda. Sie strecken ihre Fühler in die Richtung von fünf Kontinenten aus und gewinnen auf diese Weise Anhänger. Sie gewinnen Menschen zum Teil mit nur einigen wenigen Sätzen für sich – in anderen Worten, durch Bildung.

Horgan fasst diesen Effekt mit den Worten zusammen: "Sie sind so sicher geworden im Umgang mit sozialen Medien, dass es ihnen gelingt, orientierungslose Individuen auf einer globalen Ebene zu erreichen."

Was stattdessen getan werden müsste, ist, mit den gleichen Mitteln zu arbeiten und Menschen die falsche Natur des Aberglaubens zu zeigen, indem man mittels Beweise aus dem Koran selbst deutlich macht, dass diese verkehrt ist - und das mithilfe des Internets. Es ist anhand des Heiligen Buches der Muslime zu beweisen, dass der Islam barbarisches Wüten zurückweist und stattdessen Liebe und Frieden lehrt. Wenn der Westen das leisten kann, braucht man nicht erst irgendjemanden daran zu erinnern, dass er über ungleich mehr an Mitteln verfügt als die radikalen Gruppen. Man stelle sich vor, all die internationalen Medien, die generell unter der Kontrolle des Westens stehen, könnten mit lauter Stimme eine solche Erziehungsarbeit leisten! Es würde nur Sekunden benötigen, um der Welt die Wahrheit zu sagen.

Islamophobie, der Aufstieg der extremen Rechten und fremdenfeindliche Bestrebungen schüren Radikalismus

Obwohl die Islamophobie weltweit erst infolge der Anschläge vom 11. September 2011 ihren zweiten Frühling erleben sollte, reichen ihre Wurzeln bis zu den Kreuzzügen oder noch weiter zurück. Der Islam hat sich nun über die ganze Welt ausgebreitet, sechs Prozent der Europäer, mehr als 45 Millionen Menschen, sind Muslime. Bis 2050 soll ihr Anteil auf etwa 20 Prozent steigen und dann wird jeder fünfte Europäer ein Muslim sein – was einer der Hauptgründe für den Anstieg der Islamophobie in den vorangegangenen Jahren war.

XENOPHOBIE

XENOPHOBIE UND INTOLERANZ IN DER EU

Wie aus der Grafik ersichtlich, haben sich rassistisch motivierte Anfeindungen innerhalb der EU stark erhöht und stellen heute eine unmittelbare Bedrohung dar. Liebe, Respekt, Freundschaft und Brüderlichkeit sind unverzichtbare kulturelle Werte, die stets geschützt und gefördert werden sollten.

Die wahre Initialzündung für den Aufstieg der Islamophobie war jedoch das Auftreten radikaler Gruppen im Namen des Islams, die diese erst legitimiert haben. Diese radikalen Organisationen mit ihren perversen Gedankengebilden, die weit weg vom wahren Gehalt des Islams sind, haben einen Großteil der Angst und des Hasses gegen den Islam hervorgerufen.

Gleichzeitig haben es verschiedene Kreise, die dem Islam feindlich gegenüberstehen, es auf eine sehr effektive Weise verstanden, ihre Angst in die Gedanken zu pflanzen und dies alles hat dazu geführt, dass aus islamophober Hetze eine regelrechte Industrie geworden ist und zusätzlich noch ein Trillionen schwerer Komplex aus Sicherheitsdiensten, Geheimdiensten und einem diesem zuarbeitenden industriellen Apparat entstanden ist. Dieser Komplex sieht es als seine Aufgabe an, den Aufstieg der islamischen Welt zu verhindern, die über wirtschaftliche und finanztechnische Kraftzentren, große Energievorräte und verborgenen Reichtum verfügt.

Islamophobie ist eine Form von Rassismus, die in Europa eine wachsende Tendenz aufweist. Eine der Hauptursachen hinter der steigenden Islamophobie sind radikale Gruppen, die im Namen des Islams agieren. Diese Gruppen, von der eigentlichen Essenz des Islams weit entfernt, sind der wahre Auslöser der Angst und des Hasses, die momentan gegen den Islam vorherrscht.

Die Politik, die manche westliche Regierungen nach dem 11. September betrieben haben und die pauschal gegen Muslime gerichtet waren, zusammen mit den damit in Verbindungen stehenden Gesetzen in diesem Kontext haben das Anwachsen der Islamophobie gestützt. Rechtsextreme Parteien haben eine besonders große Rolle gespielt, als es um die Ermunterung zu Gegnerschaft gegenüber dem Islam ging. Diese Parteien nutzen die Islamophobie, um ihre Stimmenanteile zu maximieren, werden auf dem Rücken der Muslime stark und nehmen insbesondere muslimische Einwanderer ins Visier.

Muslimische Einwanderer haben mit Fremdenfeindlichkeit ebenso zu kämpfen wie mit Islamophobie. Die ethnozentrische Mentalität, die sie als andersartig betrachtet, sie ausgrenzt, mit Hass bedenkt und sie unter dem Vorwand, Einwanderer würden ihr kulturelles und soziales Leben bedrohen, physischen und psychischen Attacken aussetzten, nimmt in zahlreichen europäischen Ländern zu. Gewalttätige Übergriffe auf den Straßen, Steine auf Moscheen und Betriebe, Molotow-Cocktails, Gewalttaten gegen Geschäftsleute und ihre Beschäftigten, Hakenkreuze und Hetzparolen, die an Wände geschmiert werden, Friedhofsschändungen, physische und verbale Angriffe auf Familien auch in ihren Häusern und Drohungen gehören für viele Muslime in Europa zur alltäglichen Erfahrung.

Dabei sind Muslime wie alle anderen Einwanderer auch Menschen, die ihre Häuser verlassen und sich in den Ländern, in die sie gehen, zu integrieren versuchen und bedeutende wirtschaftliche Beiträge zur Zukunft ihrer neuen Gesellschaften zu leisten. Diskriminierung und Feindseligkeit ihnen gegenüber ist inkompatibel mit Menschenrechten und einer modernen Demokratie, außerdem ungerecht und intolerant. Es wäre allerdings auch falsch, Feindseligkeit gegenüber dem Islam und Muslimen in Europa als eine einzige Kategorie zu betrachten. Man muss differenzieren: Es gibt Leute, die glauben, Muslime nehmen westlichen Bürgern Jobs und soziale Vergünstigungen weg – diejenigen, die diese Befürchtungen ausbeuten, tragen bewusst zur Feindseligkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen bei; dies ist aber wiederum etwas anderes als im Falle jener, die denken, eine zunehmende Anzahl von Muslimen würde das Christentum eliminieren oder westliche Kultur degenerieren lassen; daneben gibt es auch noch jene, die den Islam mit Terror gleichsetzen.

Es gibt nur einen Weg, diesen Ängsten gegenzusteuern: Wahre Muslime müssen ihren Glauben mit Geduld und Mäßigung beschreiben und erklären, und zeigen, dass ein Islam, der von all diesem Nonsens befreit ist, modern, mit der Wissenschaft vereinbar, demokratisch, logisch, aufgeklärt, progressiv, gegen den Terror eingestellt ist, Liebe befiehlt sowie Brüderlichkeit und Frieden. Sie müssen erklären, dass Muslime gar keine Absicht haben, das Christentum zu beseitigen, und dass der Koran Christen sogar ausdrücklich preist. Sie müssen erklären, dass die Mentalität, die mit Terrorismus, dem Abschlachten von Menschen und Selbstmordattentätern einhergeht, die gegen Kunst, Wissenschaft und alles Schöne ist und feindselig gegenüber allen anderen Religionen außer dem Islam, nicht aus dem Islam hervorgeht, sondern von verblendeten und in gravierender Weise fehlgeleiteten Fanatikern ausgeht.

Im Koran wird nicht zwischen Rassen unterschieden; in ihm wird das friedvolle Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen gelehrt. Es ist möglich, eine Welt zu etablieren, in der Menschen friedvoll zusammenleben, ungeachtet der Rassen- oder Religionszugehörigkeit, in der jede Art von rassistischer Perversion abgelehnt wird und alle dieselben garantierten Rechte genießen.

Der Westen hat ebenfalls eine bedeutende Verantwortung: Das Erste, was der Westen machen muss, ist, gesetzliche Maßnahmen gegen islamophobe und rassistische Aktivitäten zu treffen. Islamophobie muss als Hassverbrechen behandelt werden, in der gleichen Weise wie Antisemitismus. Die Priorität des Westens muss es sein, eine Kultur zu entwickeln, die auf Nächstenliebe, Respekt, Freundschaft und Brüderlichkeit fußt, ohne diejenigen zu verachten, die nicht aus westlichen Ländern kommen.

Westliche Länder, internationale Organisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen müssen dringend mehr Sensibilität auf diesem Gebiet entwickeln. Es ist eine Angelegenheit von größter Dringlichkeit im Interesse des Weltfriedens, eine neue Gesetzgebung zu schaffen und die Bevölkerung zu bilden, damit künftige Generationen von diesen Vorurteilen befreit werden.

Militäroperationen bringen keine Lösung des Terrorismusproblems

Wenn wir auf die Geschichte zurückblicken, werden wir sehen, das Militäreinsätze nie eine Lösung für den Terrorismus waren. Operation Adlerklaue ist ein Beispiel dafür. Die Operation des US-Militärs im April 1980, um 52 US-Bürger zu befreien, die als Geiseln in der Botschaft in Teheran festgehalten wurden, endete auf Grund eines plötzlichen Sandsturms in einem Desaster. Ein Unfall während der Betankung auf dem Weg zur USS Nimitz, dem Zentrum der Operation, führte zur Zerstörung eines C-130-Hercules-Flugzeugs und eines US-Helikopters. Die US-Armee verlor acht Soldaten, zwei Militärflugzeuge und einen Transporter, und sie musste die Region unverrichteter Dinge wieder verlassen.

Ein anderer Vorfall ereignete sich in Somalia. Eine Operation unter dem Kommando des Generals William F. Garrison endete in einem Fehlschlag und mit dem Tod von 24 pakistanischen und 19 US-amerikanischen Soldaten bei Gefechten in Mogadischu. Die friedenserhaltende Mission der UNO zog am 3. März 1995 unter dem Eindruck steigender Verluste aus der Region ab.

Die US-amerikanische Militärgeschichte ist voll von solchen gescheiterten Rettungsoperationen, auch wenn nicht alle davon so bekannt sind wie die beiden erwähnten.

Ein Vorfall dieser Art ereignete sich Mitte Dezember im Dorf Dafaar in der jemenitischen Provinz Abva. Eine Rettungsoperation von Special Forces der US-Streitkräfte endete damit, dass zwei Geiseln, der 33 Jahre alte amerikanische Fotojournalist Luke Sommers und der südafrikanische Lehrer Pierre Korkie, von Terroristen erschossen wurden. Auch ein lokaler Kommandant von Al-Qaida, mehrere Kämpfer, eine Frau und ein zehnjähriges Kind starben. Anschließend bestätigte der damalige US-Verteidigungsminister Chuck Hagel diesen Vorfall und dass sich dieser während einer Geiselbefreiungsoperation zugetragen habe. Sommers und Korkie waren in Jemen über mehr als ein Jahr hinweg als Geiseln gehalten worden.

Die USA führen seit 2002 Drohnenoperationen im Jemen durch. Dennoch endeten viele Operationen dieser Art in Fehlschlägen, mit dem Tod vieler Zivilisten. Erst jüngst starben 13 Zivilisten und 20 wurden verletzt, als Al-Qaida-Ziele in der jemenitischen Stadt Rada angegriffen wurden. Was aber soll man nun machen, wenn auf der einen Seite diese Länder nicht in der Lage sind, anhaltende terroristische Aktivitäten in ihren Ländern zu stoppen, aber auch externe militärische Interventionen nur zum Tod unschuldiger Menschen führen, ohne einen wirklichen Effekt zu haben?

Um es noch einmal zu betonen: Zuerst und vor allem muss es eine intellektuelle Kampfansage gegen Terrororganisationen geben, die Gewalt im Namen des Islams anwenden. Die Verirrungen im Denken der Mitglieder dieser Organisationen müssen explizit offengelegt werden. Alle Meinungsführer und Politiker müssen vehement deutlich machen, dass im Koran eindeutig die Aufforderung an die Muslime ergeht, Menschen nur mit sanften Worten zu den moralischen Werten des Islams einzuladen, nicht mit Gewalt und Zwang. Nur indem man ihnen von der Freiheit des Glaubens in den islamischen Werten erzählt, kann man diese Leute auf den richtigen Weg bringen. Allen Muslimen, Schiiten oder Sunniten, muss deutlich gemacht werden, dass Gewalt kein Weg ist, um ihre Rechte geltend zu machen, und dass dies eine schwer wiegende Verletzung islamischer moralischer Werte darstellt. Es muss den Menschen deutlich gemacht werden, dass islamische Werte des Islams nicht durch Terrorakte gefördert werden können, sondern dass solche Akte einfach nur die Zahl der Feinde des Islams anwachsen lassen werden und dass diese den Muslimen noch unterschiedslosen wesentlich größeren Schaden zufügen werden. Es muss für die Schüler an den Schulen Kurse geben, die helfen, die intellektuelle Infrastruktur der Terrororganisationen zu unterminieren; Bücher und Artikel müssen studiert werden und es muss akademische Seminare geben. Nur auf diese Weise wird es gelingen, den Terrorismus in der Welt auszuradieren. Diese Methode kann den Sumpf, in dem der Terror gedeiht, trockenlegen.

Heute gibt es radikale Organisationen und deren verlängerte Arme, die auf einem geografisch außerordentlich breiten Territorium von Zentralasien bis zum Kaukasus, von Afrika bis zum Balkan und von Europa bis in die USA operieren. Der einzige Grund, warum Radikalismus so viele Anhänger aus so vielen verschiedenen Kulturen und geografischen Regionen zu sammeln vermag, liegt in den Techniken der Bildung, Instruktion und Propaganda, die sie an Menschen anwenden, die kaum eine Ahnung von Religion haben und an Dinge eher emotional als auf der Ebene des Intellekts herangehen. Das Internet und die sozialen Medien sind die am häufigsten genutzten Kommunikationsmechanismen, die radikale Organisationen für ihre Agitation und Propaganda heranziehen. Dies macht es aber auch offenkundig, dass wir andere Mittel als Gewalt und Waffen entwickeln und einsetzen müssen. Trotzdem haben es die bedeutsamsten strategischen Institutionen, die Think Tanks und politischen Berater nicht geschafft, irgendeine Alternative zur stetigen Produktion neuer militärischer Strategien zu entwickeln. Um es noch drastischer auszudrücken: Alternativen dazu, massenhaft Menschen abzuschlachten, sind ihnen bisher nicht in den Sinn gekommen. Sie haben die Faktoren Glaube und Ideologie stets ignoriert, wenn es darum ging, ein Phänomen wie den Radikalismus zu erfassen.

Der einzige Weg, den Terror, die Gewalt und das Töten zu beenden, die aus einer verirrten Konzeption des Islams heraus resultiert, die auf abergläubischen Bezügen beruht, verirrten Interpretationen und falschen Hadithen und deren Befehle völlig konträr zum Koran stehen, ist es, die gesamte Welt über den wahren Islam zu informieren, wie er auf dem Koran beruht, und zwar in der edelsten Art und Weise, und die falschen Überzeugungen und Verständnisse im Lichte und unter der Führung durch den Koran zu korrigieren. Alle Muslime müssen vollständig eine wütende, kompromisslose argumentative Einstellung zurückweisen, die sich gegen die Natur des Korans als solche richtet und an ihre Stelle eine freundliche, sanftmütige, empathische, stille und mitfühlende setzen. Muslime müssen der Welt ein Beispiel geben und für ihre Reife, ihr Einfühlungsvermögen, ihre moderate Art, ihre Züchtigkeit und ihre Friedfertigkeit bewundert werden. Die Muslime müssen den Islam auf die bestmögliche Weise leben und der Welt die islamische Moral nicht nur in dieser Hinsicht vorstellen, sondern auch durch ihre Errungenschaften auf den Gebieten der Wissenschaft, Kultur, Kunst, Ästhetik, der sozialen Ordnung und vielem mehr.

 

ISIS ist eine Terrororganisation und hat nichts mit dem wahren Islam zu tun

Wir haben es mit Terrorismus auf die grausamste Art zu tun, der Blut in der islamischen Welt vergießt, der Zivilisten mitten in Europa und den bevölkerungsreichsten Orten der USA ins Visier nimmt und der die ganze Welt ohne Rücksicht auf Religion, Rasse oder Ideologie bedroht.

Diese Grausamkeit zeigt sein hässliches Gesicht manchmal als PKK, manchmal als Boko Haram, manchmal als Al-Qaida, manchmal als YPG, manchmal als schiitische Milizgruppen und manchmal als ISIS. Diese terroristischen Organisationen ähneln den Tentakeln eines Oktopusses und werden alle von einem einzigen Verstand kontrolliert. Sie nehmen Zivilisten ins Fadenkreuz, teilen den Nahen Osten in Stücke auf und streben danach, den Westen zu einem unzumutbaren Ort zu machen. Das Vergießen von unschuldigem Blut wird dabei als eine wesentliche Methode angesehen.

Unter den brutalsten dieser Organisationen finden wir die ISIS, die angeblich im Namen des Islam agiert, aber bis heute die höchste Anzahl von Muslimen massakriert hat. Dennoch hat der Terrorismus keinen Platz im Islam, so wie er im Koran gelehrt wird. Die sogenannte islamische Grundlage, auf die sich die ISIS bei ihren brutalen Terrorpraktiken bezieht, ist tatsächlich nichts als Bigotterie und eine Reihe erfundener Aberglauben, die später in den Islam eingegliedert wurden, dem Koran widersprechen und damit keine Bedeutung im Islam haben, die vom Propheten (fsai) gelehrt und praktiziert wurde.

DIE GEWALTTATEN VON ISIS SIND NICHT MIT DEM KORAN VEREINBAR

Die Tatsache, dass die Bezeichnung „Muslim" auf dem Ausweis dieser Terroristen steht und sie muslimische Namen tragen, macht diese Barbaren, die Unschuldige ohne Reue massakrieren, nicht zu Muslimen. Daher können ihre Morde nicht als „islamischer Terrorismus" bezeichnet werden.

Laut den moralischen Werten des Korans ist ein Muslim dazu verpflichtet, anderen Menschen, ob Muslim oder nicht, mit Freundlichkeit zu begegnen und den „Unheil auf Erden zu verbieten".

„Allah liebt das Unheil nicht." (Koran, 2:205) Das Töten eines Unschuldigen ist eines der offensichtlichsten Beispiele für Unheil. Das Töten eines einzigen Menschen ist genauso ein Verbrechen wie das Töten der gesamten Menschheit.

... wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten... (Koran, 5:32)

Der Koran verurteilt jene, die Massaker im Namen des Islams verüben und dies als „Dschihad" bezeichnen, statt als Mord. Kein Muslim, der die Verse des Korans und die Praktiken unseres Propheten (fsai) als seinen Wegweiser nimmt, kann ein solches Verbrechen begehen.

Der Islam gebietet uns Liebe, Mitgefühl und Frieden. Im Rahmen des Glaubens gibt uns der Islam totale Freiheit und das sehr klar und deutlich. Die Verse zu diesem Thema lassen keinen Raum für Fehlinterpretationen.

„Euch euer Glaube, und mir mein Glaube!" (Koran, 109:6)

„Kein Zwang sein im Glauben!..." (Koran, 2:256)

Gott ruft alle Menschen dazu auf, die islamischen moralischen Werte zu übernehmen, wodurch Frieden, Verständnis, Mitgefühl und Barmherzigkeit über die Erde herrschen werden.

O ihr, die ihr glaubt! Gebt euch Allah ganz und gar hin und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; siehe, er ist offenkundig euer Feind. (Koran, 2:208)

Wie Kann der Vermeintlich im Namen des Islams Durchgeführte ISIS-Terror Aufgehalten Werden?

Der einzige Weg, den radikalen Terrorismus auszumerzen, besteht darin, den Geist des Korans in der islamischen Welt wiederherzustellen. Denjenigen, die glauben und glauben ließen, dass die Lösung in Gewalt und Terror liegt, sollte mitgeteilt werden, dass;

◉ Die Sunnah (Aussagen und Lehren) des Propheten Muhammad (fsai) der Koran ist und der Koran ausreichend ist,

◉ Der Koran klar und sehr leicht verständlich ist, und der Koran eher beachtet werden sollte als die Interpretationen einiger Gelehrter,

◉ Der Koran vor allem Vergebung, Liebe und Barmherzigkeit lehrt,

◉ Es keinen Zwang im Islam gibt und jeder Mensch frei ist in seiner Meinung und seinem Glauben,

◉ Der Koran Mord als eine schwere Sünde auffasst,

◉ Der Koran Schlichtung in allen Situationen befiehlt,

◉ Muslime die Menschen nur durch Beredsamkeit zur islamischen Moral einladen sollten und nicht durch Zwang,

◉ Die sogenannten Hadithe, die als Grundlage für Gewalt hergezogen werden, in Wirklichkeit falsch und erfunden sind.

Eine Koran-basierte Aufklärung der islamischen Gemeinschaft, die zu Liebe und Frieden aufruft, wird ihr zu einem neuen Bewusstsein verhelfen und den Radikalen, die Muslime zu Gewalt anregen, damit den Boden nehmen.

Durch die Etablierung von Frieden und Liebe auf der Erde, wie sie von Gott befohlen wird, wird der Terrorismus nur noch in den Geschichtsbüchern existieren.

 

JA ZUR LIEBE NEIN ZUM HASS

Glück, Gerechtigkeit und Wohlstand können nur durch Frieden und Einheit erreicht werden.
Alle Buchreligionen predigen Liebe.
Es ist an der Zeit, zu erkennen, dass der Frieden nur durch einen menschenwürdigen Ansatz basierend auf der Moral der Religion gewonnen werden kann.

Beispiele für Einfühlungsvermögen, Anteilnahme und Menschlichkeit in der Geschichte des Islams

Um die Fakten, die wir bisher erörtert haben, zusammenzufassen: Der islamische Glaube, wie er im Koran beschrieben wird, ist eine Religion des Friedens, der Liebe und des Einfühlungsvermögens. Diese Wahrheit wird auch von vielen nicht muslimischen Historikern und Theologen akzeptiert. Eine davon ist die britische Historikerin Karen Armstrong, eine frühere Nonne und nun Expertin für die Geschichte des Mittleren Ostens. In ihrem Buch "Heiliger Krieg", in dem sie sich mit der Geschichte der drei göttlichen Religionen befasst, sagt sie Folgendes aus:

"[...] Das Wort 'Islam' hat im Arabischen die gleiche Wurzel wie das Wort 'Frieden' und der Koran verdammt den Krieg als einen abnormalen Zustand, der Gottes Willen entgegenläuft. [...] Der Islam rechtfertigt keinen totalen, aggressiven Krieg, der von Vernichtungswillen gekennzeichnet wäre. [...] Der Islam anerkennt, dass Krieg manchmal unvermeidbar und manchmal sogar eine positive Pflicht ist, um Unterdrückung und Leid zu beenden. Der Koran lehrt jedoch auch, dass der Krieg begrenzt werden und in einer so humanen Weise wie nur möglich geführt werden muss. Muhammad musste nicht nur die Mekkaner bekämpfen, sondern auch die jüdischen Stämme in der Region und die christlichen Stämme in Syrien, die in einer Allianz mit den dortigen Juden eine Offensive gegen ihn geplant hatten. Dies hat Muhammad aber trotzdem davon abgehalten, die Leute der Schrift als solche zu Feinden zu erklären. Seine Muslime waren dazu aufgerufen, sich zu verteidigen, aber sie haben keinen "Heiligen Krieg" gegen die Religion ihrer Feinde als solches geführt. Als Muhammad seinen Feldherrn Zaid als Führer einer muslimischen Armee gegen die Christen ausschickte, mahnte er sie, für die Sache Gottes tapfer, aber auf eine menschliche Art und Weise zu kämpfen. Er verbot ihnen, Priester, Mönche und Nonnen zu behelligen oder die schwachen und hilflosen Menschen, die nicht in der Lage waren, zu kämpfen. Es durfte keine Massaker unter Zivilisten geben, nicht einmal einen Baum sollten sie umschneiden oder auch nur ein Haus niederreißen."3

Auch die Kalifen, die dem Propheten Muhammad (fsai) folgten, waren sehr einfühlsam im Üben der Gerechtigkeit. In den Ländern, die sie eroberten, lebten sowohl die Alteingesessenen als auch die Neuankömmlinge in Frieden und Sicherheit. Abu Bakr, der erste Kalif, verlangte von seinen Leuten, in diesen Ländern eine gerechte und mitfühlende Einstellung an den Tag zu legen. Diese Einstellung war auch aus den Werten des Korans heraus geboten. Vor seiner ersten Expedition nach Syrien erteilte Abu Bakr folgenden Befehl an seine syrische Expedition:

"Haltet ein, Leute, auf dass ich euch zehn Regeln mit auf den Weg geben kann, die ihr verinnerlichen möget: Begeht keinen Verrat und weicht nicht vom rechten Weg ab. Ihr dürft Kinder, alte Menschen und Frauen weder verletzen noch töten. Zerstört keine Palmen, verbrennt sie nicht und schneidet keine Obstbäume um. Ihr dürft keine Herde, keinen Viehbestand und keine Kamele schlachten, spart für euren eigenen Unterhalt. Lasst Menschen unbehelligt, die ihr Leben dem Mönchtum gewidmet haben; lasst ihnen alles, dem sie ihr Leben gewidmet haben. Ihr werdet ebenso auf Menschen stoßen, die euch Mahlzeiten unterschiedlicher Art anbieten. Ihr dürft essen, aber vergesst nicht, dabei den Namen Gottes auszusprechen."4

Omar ibn al-Khattab wiederum, der Abu Bakr nachfolgte, war für seine Art berühmt, Gerechtigkeit zu üben und Verträge mit den eingeborenen Völkern eroberter Länder zu schließen. Jeder dieser Verträge stellte sich als Beispiel für Mitgefühl und Gerechtigkeit dar. So sicherte er in seiner Anordnung den Christen in Jerusalem und Lod zu, dass keine Kirchen zerstört werden würden und Muslime nicht in Gruppen in den Kirchen beten würden. Der Ehrwürdige Omar garantiert den Christen in Bethlehem dasselbe. Auch während der Eroberung von Adiabene wurde dem nestorianischen Patriarchen Isho'yab III. (650-660 n. Chr.) garantiert, dass keine Kirchen zerstört, in Wohnhäuser oder in Moscheen umgewandelt würden.5 Besonders eindrucksvoll ist dabei der Brief, der seitens des Patriarchen nach der Eroberung an den Bischof von Fars (Persien) geschrieben worden war, denn darin kommt in den Worten eines Christen zum Ausdruck, welches Verständnis und welches Mitgefühl die muslimischen Herrscher gegenüber der Leute der Schrift gezeigt hatten:

Jerusalem, welches sowohl für die Muslime, als auch Juden und Christen ein heiliger Ort ist, sollte ein Ort des Friedens und der Sicherheit sein.

"Die Araber, denen Gott in dieser Zeit die Vorherrschaft in der Welt gegeben hat [...] verfolgen die christliche Religion nicht. Im Gegenteil, sie würdigen sie, verehren unsere Priester und die Heiligen Gottes und sie lassen den Kirchen und Klöstern Vorteile zuteilwerden."6

Das folgende Dokument von Omar zeigt uns jene Art des Verständnisses und des Konzepts von Gerechtigkeit, das Gott den Menschen ermöglicht, vorausgesetzt, dass dieser die Aussagen über den Charakter beherzigt, die im Koran beschrieben werden:

"Er garantiert allen, ob krank oder gesund, die Sicherheit ihres Lebens, ihrer Besitztümer, ihrer Kirchen und ihrer Kreuze, und all dessen, was ihre Religion betrifft. Ihre Kirchen sollen weder in Wohnräume umgewandelt werden noch zerstört, noch sollen sie oder ihr Inventar in irgendeiner Weise verringert werden, weder die Kreuze ihrer Bewohner noch irgendwelche anderen Besitztümer sollen abhandenkommen, es soll ihnen in Fragen des Glaubens kein Zwang auferlegt werden und keinem von ihnen soll Schaden zugefügt werden."7

All dies waren sehr wichtige Beispiele, die das Verständnis von Gerechtigkeit und Vernunft illustrieren, wie Gläubige es an den Tag legen sollen. In einem Vers befiehlt Gott wie folgt:

"Gott befiehlt euch, die anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben; und wenn ihr zwischen Menschen richtet, nach Gerechtigkeit zu richten. Wahrlich, billig ist, wozu Gott euch ermahnt. Gott ist Allhörend, Allsehend." (Koran, 4:58)

Canin Taylor, einer der führenden Missionare der Anglikanischen Kirche, brachte die Schönheit, die durch islamische Moral offenbart wird, in einer seiner Reden folgendermaßen zum Ausdruck:

Zu der Zeit des Propheten Muhammad (fsai) wurde eine Politik voller Gerechtigkeit und Mitgefühl gegenüber den Menschen der Schrift ausgeübt.

"Er [der Islam] brachte die fundamentalen Dogmen der Religion zum Ausdruck – die Einheit und Größe Gottes, dass Er barmherzig ist und rechtschaffen, dass er Gehorsamkeit gegenüber seinem Willen verlangt, Beherrschung und Glauben. Er predigte die Verantwortlichkeit des Menschen, ein künftiges Leben, einen Tag des Gerichts und dass den Bösen strenge Vergeltung zuteilwird; er setzte die Pflichten des Gebets, des Almosens, des Fastens und des Wohlverhaltens durch. Er warf alle künstlichen Tugenden beiseite, die religiösen Betrügereien und den Wahnwitz, die pervertierten Moralgefühle und die Wortklaubereien theologischer Disputanten... Er hat dem Sklaven Hoffnung, der Menschheit Bruderschaft und den fundamentalen Tatsachen der menschlichen Natur Anerkennung gegeben."8

Die Falschbehauptung, wonach Menschen in eroberten Gebieten aus Zwang zum Islam konvertiert sind, wurde ebenfalls von westlichen Forschern widerlegt und auch etwa L. Browne, ein westlicher Forscher, drückte die Gerechtigkeit und Empathie der Muslime mit folgenden Worten aus:

"Offenkundig widerlegen diese gut gesicherten Fakten die in christlichen Schriften so stark verbreitete Idee wonach die Muslime, wo immer sie auch hingekommen wären, Menschen mit dem Schwert dazu gebracht hätten, den Islam anzunehmen."9

In seinem Buch "Die Weltsicht des Islams", erklärte Browne zudem, das tatsächliche Motiv hinter den Eroberungen der Muslime sei die Bruderschaft des Islams gewesen. Die übergroße Mehrheit muslimischer Herrscher, die durch die Geschichte hindurch über muslimische Länder geherrscht hatten, behandelten die Angehörigen anderer Religionen kontinuierlich mit äußerstem Einfühlungsvermögen und Respekt. Innerhalb der Grenzen aller islamischer Staaten lebten sowohl Juden als auch Christen in Sicherheit und genossen Freiheit. Auch die Reiche der seldschukischen Türken und das Osmanische Reich waren von der gerechten und einfühlsamen Sichtweise des Islams gekennzeichnet. In seinem Buch "Die Lehren des Islams" schilderte Thomas Arnold die Bestrebungen von Christen, dieser Haltung wegen unter die seldschukische Herrschaft zu gelangen:

Gebunden an dem Gerechtigkeits- und Barmherzigkeitsverständnis des Islams, hat das Osmanische Reich seinen Bürgern die Religions- und Glaubensfreiheit anerkannt, womit ein friedliches, multikulturelles Mosaik entstand.

"Der gleiche nach Sicherheit des religiösen Lebens unter muslimischer Herrschaft stehende Sinn brachte viele Christen aus Kleinasien dazu, zur etwa gleichen Zeit die Ankunft der seldschukischen Türken als ihre Retter zu erwarten... In der Regierungszeit Michaels VIII. (1261-1282) geschah es oft, dass kleinere Städte in Kleinasien die Türken dazu einluden, diese in Besitz zu nehmen, auf dass die Bewohner so der Tyrannei des Reiches entgingen; und zahlreiche Menschen, reich wie arm, wanderten in Gebiete unter türkischer Herrschaft aus."10

Malik Shah, der Herrscher über das Seldschukische Reich in dessen Blütezeit, näherte sich den Menschen in den eroberten Gebieten mit großer Anteilnahme und Gerechtigkeit und man erinnerte sich seiner mit Respekt und Liebe. Alle objektiven Historiker gehen in ihren Arbeiten auf die Gerechtigkeit und die Empathie des Malik Shah ein. Seine Haltung rief eine liebevolle Zuneigung ihm gegenüber in den Herzen der Leute der Schrift hervor. Dies war auch der Grund, warum viele Städte sich freiwillig unter seine Herrschaft begaben. Sir Thomas Arnold erwähnt zudem auch Odo von Diogilo, einen Mönch in St. Denis, der als privater Kaplan Ludwigs VII. am Zweiten Kreuzzug teilgenommen hatte, und der in seinen Memoiren Bezug nahm auf die Gerechtigkeit, die ihnen vonseiten der Muslime ungeachtet ihrer religiösen Zugehörigkeit entgegengebracht wurde. Auf der Basis des detaillierten Berichts Odos schreibt Sir Thomas Arnold:

"Die Situation der Überlebenden wäre geradezu hoffnungslos gewesen, hätte nicht der Anblick ihres Elends die Herzen der Muhammadaner berührt. Sie behandelten die Kranken und halfen den Armen und Hungernden in großzügiger Weise. Manche kauften sogar das französische Geld auf, das die Griechen den Pilgern gewaltsam oder durch List abgenommen hatten, und verteilten es unter den Bedürftigen. So groß war der Kontrast zwischen der herzlichen Behandlung der Pilger seitens der Muslime [...] und der Grausamkeit ihrer Mitchristen, der Griechen, die sie zu Zwangsarbeit verdonnerten, sie schlugen, ihnen den kleinen verbliebenen Rest ihrer Besitztümer raubten, dass viele von ihnen freiwillig den Glauben ihrer Retter annahmen. Wie der Chronist [Odo de Diogilo] sagt: ‚Als sie ihre Glaubensbrüder, die sie so grausam behandelt hatten, mieden, waren sie sicher unter den Ungläubigen, die ihnen Mitgefühl entgegenbrachten, und es sollen, wie uns zugetragen wurde, mehr als 3000 von ihnen sich nach ihrem Rückzug den Türken angeschlossen haben."11

Diese Statements von Historikern zeigen, dass muslimische Herrscher, die sich die Moral des Islams wahrhaftig zu Eigen gemacht hatten, stets mit Mitgefühl und Gerechtigkeit regierten. Ebenso zeigte sich die Geschichte des Osmanischen Reiches, das Länder auf drei Kontinenten über Jahrhunderte hinweg regiert hatte und dabei ebenfalls Beispiele der Gerechtigkeit gesetzt hatte.

Im Jahr 1492 wurden auf Anweisung von Königin Isabella und König Ferdinand alle Juden, die sich weigerten, zu konvertieren aus Spanien verbannt. Sie wurden anschließend durch das Osmanische Reich aufgenommen, einer Oase islamischer Gerechtigkeit und Mitgefühl.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Art und Weise, wie Juden in osmanischen Ländern während der Herrschaft Sultans Beyazid II. leben konnten, nachdem sie in den katholischen Königtümern Spanien und Portugal Massakern und Vertreibungen ausgesetzt waren. Die katholischen Monarchen, die damals den Großteil Spaniens beherrschten, setzten die Juden, die zuvor in Andalusien unter muslimischer Herrschaft friedlich mit den Muslimen zusammengelebt hatten, starkem Druck aus. Während Muslime, Christen und Juden in Andalusien in der Lage waren, friedlich miteinander Seite an Seite zu leben, hatten sich die katholischen Monarchen zum Ziel gesetzt, das ganze Land zwangsweise zu bekehren, und sie erklärten den Muslimen den Krieg, während sie die Juden unterdrückten. Das Resultat davon war, dass 1492 der letzte muslimische Herrscher in der südspanischen Region Grenada gestürzt wurde. Muslime wurden abgeschlachtet, Juden, die sich weigerten, den katholischen Glauben anzunehmen, wurden ins Exil geschickt.

Eine Gruppe dieser heimatlosen Juden suchte Schutz im Osmanischen Reich, und der Staat erlaubte es ihnen. Die osmanische Flotte unter dem Kommando des Kemal Reis, brachte die verbannten Juden und die Muslime, die die Massaker überlebt hatten, in das Land der Osmanen. Sultan Beyazid II. ging als besonders frommer Gläubiger in die Geschichte ein. Im Frühling 1492 siedelte er die aus Spanien verbannten Juden in mehreren Teilen seines Reiches an, nämlich in Edirne und im heute in Griechenland gelegenen Thessaloniki. Die meisten der 25.000 türkischen Juden, die heute in der Türkei leben, sind die Nachfahren dieser spanischen Juden. Sie pflegen immer noch die Religion und die Bräuche, die sie vor mehr als 500 Jahren aus Spanien mitgebracht hatten, und leben weiterhin komfortabel mit eigenen Schulen, eigenen Spitälern, eigenen Altenheimen, Kulturverbänden und Medien. So wie es unter ihnen Händler und Unternehmer gibt, so üben sie auch andere Berufe aus, von technischen Berufen bis hin zur Werbung, und sie entwickelt stetig wachsende intellektuelle Zirkel. Während jüdische Gemeinschaften in Europa über Jahrhunderte hinweg in ständiger Furcht vor rassistischen und antisemitischen Attacken leben mussten, war ihr Leben in der Türkei von Frieden und Sicherheit gekennzeichnet. Alleine schon dieses Beispiel reicht aus, um zu zeigen, welche Anteilnahme und welches Verständnis von Gerechtigkeit der Islam mit sich bringt.

Sultan Mehmet der Eroberer gewährte dem Patriarchat eine Vielzahl an Freiheiten. Der Patriarch genoss unter türkischer Herrschaft zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Autonomie. Auf dem Foto ist Sultan Mehmet der Eroberer beim Empfang des Patriarchen zu sehen.

Das Mitgefühl und die Anteilnahme, die Sultan Beyazid II. zeigte, waren für alle osmanischen Sultane repräsentativ. Als Sultan Mehmet der Eroberer Istanbul einnahm, gewährte er den Christen und Juden das Recht, dort in Freiheit zu leben. André Miquel, der für seine wertvollen Werke über die gerechten und empathischen Praktiken der Muslime und der islamischen Welt bekannt ist, schrieb:

"Die christlichen Gemeinschaften lebten in einem gut administrierten Staat, wie sie ihn während der byzantinischen und lateinischen Perioden nicht hatten. Sie wurden nie systematisch verfolgt. Im Gegenteil: Das Reich und insbesondere Istanbul wurden zu einem Zufluchtsort für die spanischen Juden, die gefoltert wurden. Die Menschen wurden nie mit Gewalt islamisiert; die Islamisierung fand als Resultat eines sozialen Prozesses statt."12

Den Nichtmuslimen wurden jedoch auch schon in den vorosmanischen islamischen Staaten viele Rechte gewährt. John L. Esposito, Professor für Religion und internationale Beziehungen an der Universität Georgetown, beschreibt, wie Juden und Christen unter der Verwaltung durch muslimische Staaten enormes Verständnis erfuhren:

"Für viele nichtmuslimische Bevölkerungsteile, die in byzantinischen und persischen Territorien bereits von fremden Herrschern unterworfen wurden, bedeutete die islamische Herrschaft einen Elitenwechsel. Die neuen waren dabei flexibler und toleranter, und deshalb war dies kein Verlust an Unabhängigkeit. Viele Bewohner aus diesen Bevölkerungsgruppen genossen nun eine größere lokale Autonomie und bezahlten auch oft niedrigere Steuern. [...] Der Islam erwies sich als eine tolerantere Religion und gewährte Juden und alteingesessenen Christen größere religiöse Freiheiten." 13

Sultan Beyazid II. war ein frommer Muslim. Er nahm die aus der spanischen Verfolgung fliehenden Juden auf und bot ihnen in religiöser Freiheit ein Bleiberecht in den muslimischen Ländern.

 

Fussnoten

5. Karen Armstrong, Holy War, MacMillan London Limited, 1988, S. 25

6. W.H.C. Frend, “Christianity in the Middle East: Survey Down to A.D. 1800”, Religion in the Middle East, Ed. A.J. Arberry, I-II Cambridge, 1969, Volume I, S. 289

7. Prof. Thomas Arnold, The Spread of Islam in the World, A History of Peaceful Preaching, Goodword Books, 2001, S. 56

8. Prof. Thomas Arnold, The Spread of Islam in the World, A History of Peaceful Preaching, S. 71-72

9. L. Browne, The Prospects of Islam, S. 11-15

10. Prof. Thomas Arnold, The Spread of Islam in the World, A History of Peaceful Preaching, S. 96

11. Prof. Thomas Arnold, The Spread of Islam in the World, A History of Peaceful Preaching, S. 88-89

12. André Miquel, L'Islam et sa Civilisation VIIe - XXe siècle, Librairie Armand Colin, Paris 1968, S. 244

13. John L. Esposito, The Islamic Threat: Myth or Reality, Oxford University Press, New York, 1992, S. 39

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