Islam verflucht den Terror

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Kapitel 3.
Vereinigung Gegen die Gefahr der Radikalisierung

Hunderte von unschuldigen Menschen verloren beiden Terroranschlägen des 11. September ihr Leben.

Die Juden und Christen, die in den Muslimisch eroberten Gebieten lebten, hatten nicht den Status eines Gefangenen sondern den eines "Zimmi" und erhielten damit bedeutende Rechte. Dieser Status wurde nicht-Muslimischen Untertanen zugebilligt, die mit der "cizye", dafür eine Kopfsteuer zu entrichten hatten. Damit wurde ihnen die Sicherheit von Leben und Besitz und Religions- und Gewissensfreiheit garantiert. Siewaren ausserdem vom Militärdienst befreit und erhielten das Recht, bei Meinungsverschiedenheiten untereinander eine Lösung nach eigenem Recht zu suchen; wenn erforderlich, wurde die bezahlte Kopfsteuer auch zurückerstattet.

Die Einbehaltung der Kopfsteuer wurde oft falsch interpretiert und man versuchte, dies als Ungerechtigkeit darzustellen. Von der Muslimischen Bevölkerung behielt die Islamische Führung keine Kopfsteuer ein, denn diese war verpflichtet, Militärdienst zu leisten, während Nicht-Muslime von dieser Aufgabe befreit waren. Außerdem wurde die Kopfsteuer der Nicht-Muslime dazu verwendet, die Rechte von Nicht-Muslimen zu schützen und für bedürftige Nicht-Muslime zu sorgen. Wenn wir den Status des "Zimmi" und die Praxis der Muslimischen Führung bezüglich der Kopfsteuer betrachten, erkennen wir also, Vorurteile mancher Menschen unbegründet sind.

Qur'an cited in the Cathedral
Sabah Zeitung, 15. September 2001

Manche Kreise bemühten sich, die Anschläge vom 11. September allen Muslimen zuzuschreiben. Doch die islamische Moral verbietet aufs Heftigste Gewalt und Aggression. Nach den Ereignissen betonte George Bush bei einem Moscheebesuch, dass der Islam eine Religion des Friedens ist und dass sich die amerikanische Bevölkerung vor falschen Informationen in acht nehmen soll. Für die Opfer der Anschläge beteten Muslime und Christen gemeinsam.

Unser Prophet sagte "wer den Zimmi unterdrückt oder ihm eine Last auflädt, die er zu schwach ist zu tragen, dessen Feind bin ich" und zeigte den Gläubigen, wie sie sich den Nicht-Muslimen gegenüber zu verhalten haben. Mit dieser Moral sahen die Muslime, dass es eine ihrer wichtigen Pflichten ist, die unter ihrer Herrschaft lebenden Nicht-Muslime zu schützen. Dem Muslimischen Rechstverständnis zufolge hatten die Nicht-Muslime manche Rechte erhalten, die der Staat zu schützen hat. Ein Artikel aus einem Vertag, der zur Zeit von des Kalifen Omar zwischen den Hira-Christen und den Muslimen beschlossen wurde, ist ein wichtiges Beispiel für die Einstellung der Islamischen Führung gegenüber den Nicht-Muslimen. Der Artikel besagt: "Wenn jemand von diesen - nachdem er reich war - kraftlos, alt oder durch Krankheit von Schmerzen geplagt oder arm wird, dieser und dessen Familie erhalten für die Dauer ihres Aufenthaltes auf Islamischen Boden Hilfe aus der Staatskasse.14 Eine weitere "Sozialleistung" war die staatliche Hilfe aus der Staatskasse für Nicht-Muslime, die unfähig waren, ihre Steuern zu entrichten, sowie die Erleichterung ihrer Beschwernisse. Die Erklärung Omars, die dieser vor der Vereinbarung mit der Bevölkerung von Damaskus abgab, ist aufgrund der Sensibilität der Muslime bezüglich der Kopfsteuer und der Nicht-Muslime von Bedeutung:

Nehmt das Land, das Allah gewährte, nicht aus den Händen der Menschen und erlegt, wie im Buch Allahs bemerkt ist, die Kopfsteuer auf. Verlangt nicht mehr, wenn die Kopfsteuer von diesen bezahlt wird. Wenn wir das Land untereinander aufteilen, wird ihren Kindern nichts mehr übrigbleiben. Bleibt das Land bei seinen eigentlichen Besitzern, dann können die Muslime von dem leben was diese produzieren. Ihr könnt ihnen die Kopfsteuer auferlegen, aber ihr könnt sie niemals als Gefangene nehmen. Ihr könnt keine Ungerechtigkeit begehen, die diese kränkt oder ihnen Schaden zufügt, und ohne Recht könnt ihr deren Besitz nicht nehmen. Ihr seid verpflichtet, die Aufgaben zu übernehmen, denen ihr in den Abkommen mit ihnen zugestimmt habt.15

Wie zu sehen ist, betrachteten die aufrichtigen Muslime, die der Quranischen Moral folgten, die Sicherheit von Leben und Besitz der Andersgläubigen als eine Verpflichtung. Ein weiteres Beispiel der Islamischen Moral, die der Prophet die Muslime lehrte, ist die Rückzahlung der Kopfsteuer, als während eines Krieges mit dem byzantinischen Heer die Islamische Armee die Christen nicht wie erforderlich schützen konnte.16

Die freundschaftlichen Beziehungen, die die Islamische Welt in der Vergangenheit mit Juden und Christen einging, sind auch noch für die heutige Zeit ein wichtiges Beispiel. Die Islamische Moral erfordert, den Anhängern unerschiedlicher Religionen und Glaubensrichtungen tolerant zu begegnen, ihre Werte zu achten und ein Umfeld zu schaffen, das ein friedliches Zusammenleben ermöglicht. Deshalb ist die Verbreitung dieser Moral ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Weltfriedens.

Toleranz und Verständnis der Muslime erfordern gleiches Verhalten von aufrichtig glaubenden Juden und Christen. Denn Allah befahl auch Juden und Christen, andere Menschen zu lieben und Vorreiter für Freundschaft und Frieden zu sein.

Vereinigung gegen die Gefahr der Radikalisierung

Radikale Strömungen stehen bei der Bedrohung der Sicherheit und des Weltfriedens an erster Stelle. Jeglicher Radikalismus hat revolutionären Wandel zum Ziel und folgt dabei einer harten, kompromisslosen Politik. Dieser Stil kommt in den Reden, Schriften und Demonstrationen radikaler Personen deutlich zum Vorschein. Radikale Bewegungen versuchen eine Massenpsychose zu bewirken, die an die Stelle von bewußtem Verhalten blind verteidigte Dogmen setzt und sich entsprechend dieser Dogmen entwickelt. In einem solchen Umfeld, in dem Toleranz und Verständnis völlig verschwunden sind, entsteht Feindschaft gegenüber anderen Ideologien, Glaubensrichtungen und Rassen, ohne dass die Notwendigkeit empfunden wird Gedanken und Ansichten der Gegenseite anzuhören.

Links:

Links ist das Schreiben des Rabbiners Eric Joffie abgebildet, in dem er nach dem 11. September die Aggressionen von Radikalen gegen Muslime verurteilt.

Eine der problematischsten Regionen ist Palästina. Doch vor allem in letzter Zeit nahmen Dialog und Zusammenarbeit zwischen gewissenhaften Juden und Muslimen zu. Die Nachricht mit der Überschrift "Building A Better Future Together” (Gemeinsam eine bessere Zukunft aufbauen) berichtet von den gemeinsamen Unternehmungen von Juden und Muslimen auf technologischem Gebiet. Der Artikel mit der Überschrift “Bridge Over Water” (Brücke über dem Wasser) beschreibt einige gemeinsame Projekte zwischen Juden und Muslimen, um das Wasserproblem Palästinas zu lösen. In einem Umfeld, in dem die wahre religiöse Moral gelebt wird, wird auch die Anzahl von Projekten dieser Art zunehmen und Wohlstand, Ruhe und Sicherheit werden mit Allahs Erlaubnis von Dauer sein.

Recht:

In dem Bericht auf der Internetseite der BBC mit der Überschrift "Ein Geistlicher verdammt Selbstmordanschläge" wird den Veröffentlichungen von Scheich Muhammad Tantavi Platz eingeräumt, der sagt, dass derartige Anschläge mit der Islamischen Moral nicht vereinbar sind.

Daneben steht die Erklärung des modernen Islamgelehrten Yusuf Qardawi mit der Überschrift "Der Islam billigt keinesfalls Gewalt gegen unschuldige Menschen".

Die Tatsache, dass Radikalismus und Gewalt keinerlei Platz im Islam haben, wird von modernen Islamgelehrten häufig wiederholt. An der Spitze dieser Gelehrten steht der Oberimam der berühmten el-Ezher Universität, Scheich Muhammad Tantavi. Tantavi, dessen Ansichten überall in der Islamischen Welt Gewicht haben, sagte in einer Rede, in der er die auf Zivilisten verübten Selbstmordanschläge in Israel verurteilt, folgendes:

Ich bin völlig gegen die Aussagen von Menschen, die Angriffe auf unschuldige Frauen und Kinder als legal ausweisen. Eine solche Äußerung kann niemals akzeptiert werden. Und sie widerspricht aufs Heftigste den Empfehlungen unseres Propheten. Im Islam ist es in jedem Fall verboten, Gewalt gegen unschuldige Menschen anzuwenden.

Ein weiterer Geistlicher, der ähnlicher Ansicht ist, ist der saudiarabische Mufti Abdulaziz bin Abdallah al Sheikh. Bezugnehmend auf die Selbstmordanschläge meinte Abdulaziz bin Abdullah, dass "dies eine Art Selbstmord ist und deswegen verboten ist". Er drückte aus, dass keine Art von Aggression mit dem Islam zu vereinbaren ist.

Der Direktor des Muslimischen Kollegs in London, Dekan Dr. Zeki Badawi ist einer der Gelehrten, die mitteilen, dass Radikalismus und Gewalt nicht der Islamischen Moral entsprechen.

Persönlich glaube ich, dass diese Menschen den Islam falsch verstanden haben, dass diejenigen, die Zivilisten angreifen eine große Schuld begehen, da dies im Islam verboten ist.

Unwissenheit ist der Nährboden für die Fähigkeit des Radikalismus, Anhänger zu sammeln. Bevölkerungsmassen, die einseitig mit Wissen versorgt wurden, können von radikalen Strömungen beeinflußt werden und deren Ideen zustimmen, ohne diese beurteilen zu können. Deshalb hat die Erziehung einen wichtigen Stellenwert bei der geistigen Auseinandersetzung mit jeder Art von Radikalismus.

Radikalismus gibt es in der Islamischen Welt ebenso wie in den christlichen und jüdischen Gesellschaften; diese Situation wird von denjenigen, die eine Auseinandersetzung zwischen den Zivilisationen herbeiführen wollen, mißbraucht. Welch ernsthafte Bedrohung der Radikalismus für den Frieden der Welt darstellt, zeigten die Terrorangriffe auf die USA vom 11. September und die Atmosphäre, die danach entstand. Die Tatsache, dass diese Anschläge von Fanatikern, die sich als Muslim lancierten, verursacht wurden, ließ in der westlichen Welt einen falschen Eindruck von der Religion des Islam entstehen. Der Islam jedoch verbietet klar und deutlich jegliche Art von Gewalt und Aggression. Die Islamische Welt verurteilte die Terroristen, und Muslime in aller Welt beteten zusammen mit den Christen für die unschuldigen Menschen, die bei den Angriffen ihr Leben verloren. Auch amerikanische Muslime kamen den Betroffenen der Angriffe zu Hilfe. Trotzdem begann unter der Einwirkung von Kreisen, die diese Anschläge allgemein dem Islam zuschreiben wollten in Amerika und Europa die Ausgrenzung von Muslimen und es kam zu Gewalttaten. Die Einflüsterungen der Radikalen, die auf die Teilung der Welt in miteinander kämpfende Pole abzielen, schufen eine für die Menschen beider Zivilisationen besorgniserregende Atmosphäre.

Einer der wichtigsten Wege zur Verhinderung von Radikalismus sind die Bemühungen zu einem Dialog der mit der Allianz der Anhänger der drei Religionen verwirklicht wird. Eine dieser Unternehmungen sind die traditionellen "Alexandrinischen Versammlungen", die vom Pariarchat Alexandrias veranstaltet werden. Oben ist der Text der Rede des Patriarchen von Alexandria abgedruckt, die dieser über den muslimisch-christlichen Dialog hielt. Daneben befindet sich die Deklaration der Versammlung des Jahres 2002.

Sowohl in der westlichen wie auch in der Islamischen Welt müssen kulturelle Programme veranstaltet und Kampagnen organisiert werden, die alle Gesellschaftsschichten erreichen, um den Radikalismus zum Verschwinden zu bringen und weitere Schäden zu verhindern. Wir können die Merkmale, die diese Programme haben müssten sowie die Aufgaben, die den verschiedenen Teilen der Gesellschaft zufallen, folgendermaßen auflisten:

Radikalismus ist nicht mit der religiösen Moral zu vereinbaren. Wichtig sind das Aufzeigen dieser Tatsache anhand von Beweisen und der ideelle Sieg über Radikale, die behaupten im Namen der Religion aufzutreten. Den Menschen muß erklärt werden, dass die Anhänger der drei Göttlichen Religionen verpflichtet sind, geduldig, liebevoll, feinfühlig, und respektvoll zu sein. Den Menschen muss erklärt werden, dass der Herr allen Menschen Unterdrückung und Aggression verboten hat, dass vor Allah kein Verhalten erlaubt ist, dass unschuldigen Menschen Schaden zufügt und dass sich Menschen, die sich auf diesen Weg begeben, in einem großen Irrtum befinden. Dank dieser Schrift wird von der Gesellschaft sofort entdeckt werden, wenn Menschen nicht das Rechte sagen und sich auf einem Abweg befinden, die im Namen der Religion auftreten, jedoch intolerant und gewaltbereit sind. So wird es diesen Menschen nicht mehr möglich sein, Anhänger zu finden.

Vorurteile sind ein Hindernis für einen Dialog zwischen den Gesellschaften. Ein wichtiger Schritt zum Aufbau guter Beziehungen ist die Vorbereitung eines Umfeldes, in dem die Anhänger der drei Göttlichen Religionen Glauben, Traditionen und Andachtsübungen der anderen näher kennenlernen können. Gegenseitige Ausbildungs- und Kulturprogramme vermögen mit Leichtigkeit, ein solches Umfeld herzustellen. Lernen sich die Anhänger unterscheidlicher Religionen kennen, dann erkennen sie, über wie viele Gemeinsamkeiten sie verfügen und sie erhalten die Möglichkeit zu einer Versöhnung. Die Menschen müssen einander ihre jeweilige Weltanschauung entsprechend der Moral, die Allah ihnen in den heiligen Büchern befahl erklären, denn auf diese Weise werden aus Wissensmangel resultierende Mißverständnisse verhindert.

Um die genannten kulturellen Arbeiten zum Erfolg zu führen, fällt den Medien eine wichtige Rolle zu. Die Medien müssen diese kulturellen Tätigkeiten unterstützen, um dem Dialog zwischen den Gesellschaften zum Erfolg zu verhelfen. Publikationen, die Ausgrenzung und Gewalt provozieren, sind zu unterlassen und Publikationen, die Ausgeglichenheit und Toleranz fördern, sind zu verbreiten. Publikationen vor allem der westlichen Presse zu diesem Thema sind ein wichtiger Schritt zur Beseitigung der Vorurteile, die von bestimmten Kreisen gegen Muslime geschürt werden. Die Medienorgane der Islamischen Welt andererseits müssen sich sorgfältig vor Veröffentlichungen hüten, die den Haß auf andere Religionen und Zivilisationen anheizen, aber auch vor gewaltfördernden Interpretationen. Der Schwerpunkt ist auf die kulturelle und geistige Entwicklung der islamischen Welt zu legen.

Die größte Verantwortung aller dieser Bemühungen jedoch entfällt auf die Geistlichen und die Vorreiter der öffentlichen Meinungsbildung. Die drei Göttlichen Religionen müssen Vorsicht walten lassen gegenüber denjenigen, die Aberglauben und unhaltbare Glaubensinhalte als einen Teil der religiösen Moral darstellen. Der Gesellschaft muß bewußt gemacht werden, dass jede Art von Radikalität der religiösen Moral entgegengesetzt ist und dass Allah den Gäubigen befahl, ausgeglichen und nachgiebig zu sein. Um die Gesellschaft vor Radikalismus zu schützen, müssen die Meinungsbildner diese Bewegung der Bewußtseinsformierung unterstützen und die Grundlage für ein maßvolles Verständnis vorbereiten.

Diese Bemühungen, die von den Angehörigen der drei Göttlichen Religionen auszuführen sind, stellen ein Mittel dar, um die Bedingungen aufzuheben, die die Grundlage des Radikalismus sind. Die Menschen müssen sich vor einem Verständnis hüten, das die eine Seite schätzt, die andere jedoch als wertlos empfindet, das den Glauben und religiöse Werte völlig außer Acht läßt und nur sich selbst im Recht wähnt. Die Sure al-Baqara, der 113. Vers des Quran, teilt mit, dass die Juden die Christen beschuldigen "auf nichts zu fußen" und die Christen die Juden in gleicher Weise beschuldigen. Doch weiß Allah am besten, wer sich auf dem richtigen Weg befindet. Deshalb müssen die aufrichtig Glaubenden Wege suchen, die sie noch näher zu Allah führen, anstelle sich gegenseitig zu beschuldigen, und sie müssen sich darum bemühen, das Wohlgefallen und die Barmherzigkeit Allahs zu erlangen. Ein Vers erklärt in folgender Weise, dass sich diejenigen falsch verhalten, die das Gegenteil tun:

Und die Juden sprechen: "Die Christen fußen auf nichts!". Und die Christen sprechen: "Die Juden fußen auf nichts!" Und doch lesen sie die Schrift. Mit ähnlichen Worten sprachen (schon) diejenigen, die überhaupt kein Wissen besitzen. Allah wird unter ihnen am Tag der Auferstehung über das richten, worin sie uneins sind. (Sure al-Baqara, 113)

Übe Nachsicht, gebiete das Rechte und meide die Unwissenden.
(Sure al-A'raf, 199)

Es ist auch nicht zu vergessen, dass mit der Allianz gemäßigter, friedliebender, kultivierter und aufrichtig religiöser Menschen der Schaden beseitigt werden kann, den die Radikalen in der Islamischen, der christlichen und der jüdischen Welt verursacht haben. Auf diese Weise werden die Einflüsterungen derjenigen unschädlich gemacht, die Krieg und Auseinandersetzung als einzige Lösung anbieten und die glauben, dass Sicherheit nur durch Demonstration von Stärke oder Gewaltanwendung gewährleistet werden kann; zugleich werden die Unternehmungen behindert, die die Ursache sind für noch mehr Blut und Tränen und noch größeren materiellen Schaden.

Ein weiterer wichtiger Weg zur Eindämmung des des Radikalismus ist die Darstellung der Fehler der den Radikalismus fördernden Ideologien. Auf den folgenden Seiten dieses Buches werden wir die Fehler der radikalen Bewegungen der christlichen, jüdischen und Islamischen Welt untersuchen.

Die Moral des Quran bewahrt vor Radikalismus

Ein Bild, das die Kreuzritter bei der Zerstörung der al-Aksa Mosche zeigt.

Die Islamischen Gesellschaften waren immer Zentrum der Freundschaft und Toleranz gegenüber Nicht-Muslimen. Die Geschichte der vergangenen 1400 Jahre ist voller Beispiele für die Flucht von Christen und Juden, die in anderen Regionen unterdrückt wurden, in den Herrschaftsbereich der Muslime. Diese Tatsachen muß man sich in einer Zeit vor Augen halten, die wie heute so sehr des Friedens bedarf. Allah beschrieb im Quran den Gläubigen als einen Charakter von angenehmer Wortwahl, der von Streit und Auseinandersetzung Abstand nimmt, auch den größten Opponenten gegenüber maßvoll und freundschaftlich gegenübertritt, der bescheiden, geduldig und liebevoll ist. Betrachtet man die Quranischen Verse, dann erkennt man, dass ein maßvoller, angenehmer und toleranter Stil die gemeinsame Eigenheit aller Propheten ist. Allah beschrieb den Propheten Abraham (Fsai) als "fürwahr mitleidsvoll und milde" (Sure at-Tauba, 114). Ein Vers, in dem die Moral Muhammads (s.a.w.s) beschrieben wird lautet folgendermaßen:

Und dank der Barmherzigkeit Allahs warst du gütig zu ihnen. Wärst du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie von dir davongelaufen... (Sure Al-Imran, 159)

Muslime, die verpflichtet sind, die religiöse Moral zu erklären, Menschen nicht zu unterdrücken und zu zwingen und selbst dem hartnäckigsten Leugner gegenüber freundlich zu sein, können nicht radikal sein. Denn Radikalismus bedeutet, das Gegenteil all der aufgezählten Eigenschaften zu praktizieren.

Wenn die Muslime wütend wurden, dann wurden sie im Quran als intelligente, gemäßigte und ausgeglichene Menschen beschrieben, die diesen Zustand überwanden. Stets bevorzugen sie versöhnlich zu sein, Auseinandersetzungen friedlich zu lösen und die positiven Seiten der Ereignisse zu sehen. Sie verhalten sich grundsätzlich ruhig und friedlich. Diese Eigenschaft der Muslime wird in einem Vers folgendermaßen beschrieben:

Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken und den Menschen vergeben - und Allah liebt die Gutes Tuenden. (Sure Al-Imran, 134)

Die Geburtskirche

Sprechen Muslime mit Menschen, die nicht demselben Glauben wie sie anhängen, erklären sie diesen die Quranische Moral und benutzen dabei einen höchst liebenswürdigen und ehrerbietigen Stil. Niemals besteht ihr Ziel darin, den Gegenüber zu zwingen. Die Verpflichtung der Muslime besteht darin, den Menschen die Moral, die Allah im Quran mitteilte, in angenehmster Weise zu erklären und die Entscheidung ihr zu folgen, dem Gegenüber zu überlassen. In dem folgenden Vers teilt Allah mit, welchen Stil ein Muslim anderen Menschen gegenüber zu gebrauchen hat.

Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Weg abgeirrt ist, und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten. (Sure an-Nahl, 125)

Ein weiteres Beispiel, das uns diesbezüglich den Weg weist, ist der Befehl Allahs an den Propheten Moses (Fsai) "sanfte Worte zu sagen", wenn er zum Pharao geht:

Geht beide zu Pharao. Siehe, er überschreitet das Maß. Doch sprecht mit ihm auf freundliche Weise. Vielleicht lässt er sich ermahnen oder lernt, (Mich) zu fürchten." (Sure Taha, 43-44)

Der Pharao war der Leugner, der in seiner Zeit die Tyrannei und Verleugnung am weitesten trieb. Nicht nur, dass er Allah verleugnete und sich selbst zum Götzen machte, er war ein Despot, der an den Gläubigen, den Israeliten, ungeheuerliche Grausamkeiten verübte. Trotzdem befahl Allah seinem Propheten "ihm sanfte Worte zu sagen" wenn er zu ihm ginge. Es ist auffällig, dass die von Allah mitgeteilte Maßnahme darauf beruht, einen Dialog in einem gemäßigtem Stil aufzubauen. Spitze Worte, Geschrei und aufgeregte Auseinandersetzungen entsprechen nicht der von Allah befohlenen Moral und dem Stil der Verkündung.

Deshalb müssen sich alle Muslime eines harten, wütenden und kämpferischen Stils enthalten, der nicht mit dem Geist der Quranischen Moral und dessen Wesen übereinstimmt und statt dessen den maßvollen, toleranten, ruhigen und intelligenten Stil verfolgen, den Allah im Quran beschrieb. Die Muslime müssen mit ihrer Reife, ihrer Toleranz und Menschlichkeit, Ausgeglichenheit, Bescheidenheit und Gelassenheit der ganzen Welt ein Vorbild sein, dann werden andere Menschen sie und die Islamische Moral bewundern. Doch nicht nur auf diesem Gebiet, auch auf den Gebieten von Wissenschaft, Kultur, Kunst und Ästhetik soll mit großen Fortschritten und schönen Werken der Islam in der angenehmsten Weise gelebt und in der gesamten Welt repräsentiert werden.

Die Irrtümer der radikalen Christen

Newsweek, 7. März 1994

Dem unbarmherzigen Attentat auf die Moschee des Propheten Abraham wurde im Magazin Newsweek der Titel "Blutbad in der Moschee" gegeben.

Time, 7. März 1994

Der jüdische Siedler Baruch Goldstein, der das Feuer auf die Muslime eröffnete, die in der Moschee des Propheten Abraham das Morgengebet beteten, tötete 67 Muslime und verletzte 300 Menschen. Goldstein war Mitglied der radikalen jüdischen Organisation Kach.

Bei der Anwendung der in der Bibel genannten Prinzipien Toleranz, Liebe und Achtung, die vom größten Teil der christlichen Welt den Anhängern anderer Religionen entgegengebracht werden, sind vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts positive Entwicklungen zu verzeichnen. Zu dieser Zeit wurden in der christlichen Welt weitgehend die vollkommen falschen und jeglicher Grundlage entbehrenden Ansichten über andere Religionen aufgegeben, und es setzte sich die Einstellung durch, dass Menschen anderer Religion keine Sünder sind. Christliche Schriftsteller, Forscher und Geistliche brachten diesen Gedanken häufig zur Sprache. Die das Christentum vertretenden Organisationen beschlossen, die Probleme der Welt im Dialog und durch Zusammenarbeit mit den anderen Religionen zu lösen. Das zuvor herrschende konservative Verständnis machte Toleranz und Nachsicht Platz.

Trotzdem kann man in der christlichen Welt immer noch, wenn auch seltener eine intolerante und sogar aggressive Haltung Menschen gegenüber antreffen, die einem anderen Glauben anhängen. Manche religiösen Führer machen falsche Aussagen über andere Religionen und führen an, dass Menschen, die an diese Religion glauben, schuldbeladene Sünder seien.

Insbesondere manche unrechten und haltlosen Behauptungen, die gegenüber Muslimen auf die Tagesordnung gebracht werden, verursachen in der muslimischen Welt Irritationen. Manche christliche Führer führen auf manche Bedeutungen des Alten Testaments gestützt an, dass in naher Zukunft ein Krieg zwischen der westlichen Welt und den Muslimen stattfinden wird und, was schlimmer ist, sie rechtfertigen, dass ein solcher Krieg stattfinden muß. Das Alte Testament, das einen Teil der Lebensgeschichten vergangener Gesellschaften erzählt, berichtet auch von den Kriegen dieser Zeit und deren Ergebnissen. In der großen Mehrheit beziehen sich die Erläuterungen jedoch auf diese Zeit und auf Ereignisse die diese Gesellschaften erlebten. Deshalb sind einige Erzählungen des Alten Testaments entsprechend der Bedingungen dieser Zeit zu bewerten und es ist von Schlüssen abzusehen, die Krieg und Auseinandersetzungen in unserer heutigen Zeit unterstützen.

Rabbiner Meir Kahane. Er ist der Gründer der radikalen zionistischen Kach-Organisation. Diese Organisation, die in Israel unter dem Namen Kach tätig ist, agiert in Amerika unter der Bezeichnung "Jewish Defense League".

Ein anderer großer Irrtum der radikalen Christen ist es, den Krieg, von dem sie glauben, dass er geschehen muß, "Armageddon", als ein Ereignis zu sehen, das vor der Ankunft des Messias stattfinden soll. Dieses verquere Verständnis steht jedoch ganz im Gegensatz zu der Moral, die der Prophet Jesus (Fsai) die Christen lehrte. Schaut man in die Bibel, dann ist deutlich zu erkennen, dass der Prophet Jesus (Fsai) stets Liebe, Frieden und Freundschaft empfahl.

Außerdem müssen die Christen wissen, dass die zweite Ankunft des Messias, des Propheten Jesus (Fsai) auf der Erde, nicht nur die Christen, sondern auch die Muslime mit großer Freude erwarten. Denn dieses Wunder ist im Quran vermerkt und wird in den Hadithen des Propheten Muhammad (s.a.w.s) mitgeteilt. Auf dieses Wunder müssen sich deshalb Christen und Muslime in gemeinsamer Erwartung vorbereiten. Die wichtigste zu treffende Vorbereitung besteht darin, sich um eine Moral zu bemühen, mit der Allah zufrieden ist.

Man darf nicht vergessen, dass mit der Ankunft des Propheten Jesus die Allah verleugnenden Philosophien und heidnischen Glaubensrichtungen eine ideelle Niederlage erleiden werden, dass Ideologien wie Rassismus und Faschismus verschwinden werden, die Erde auf diese Weise von Kriegen, Auseinandersetzungen, ethnischen Feindschaften, Tyrannei und Ungerechtigkeiten gerettet werden wird, und dass die Menschheit in einer Zeit des Friedens, des Glücks und der Ruhe leben wird. Die Gläubigen, die sich auf diese Weise aufrichtig auf die Ankunft des Propheten Jesus (Fsai) vorbereiten, müssen Arbeiten unternehmen, die das Fundament eines solchen Umfeldes entwickeln und sich darum bemühen, jede Auseinandersetzung zu verhindern, und Streitereien und Feindseligkeiten außen vor zu lassen.

Die Aktionen radikaler Juden werden von gewissenhaften Menschen der jüdischen Gesellschaft aufs Heftigste verurteilt. Eine dieser Personen ist der jüdische Geistliche Jonathan Magonet, der bedeutende Arbeiten für Toleranz und den Dialog zwischen den Religionen unternimmt. In seinem Buch mit dem Titel "Talking to Other" (Mit anderen Sprechen) lenkt er die Aufmerksamkeit auf die gemeinsamen Werte der Angehörigen der drei Religionen. In seinem Buch findet sich auch ein Bericht über die Versammlung, die im Jahre 1994 in der Londoner Synagoge für die in der Moschee des Propheten Abraham ermordeten Muslime abgehalten wurde. An der von Juden veranstalteten Versammlung nahmen zahlreiche Juden und Muslime teil. Während der Versammlung wurden Quranverse sowie Auszüge aus den heiligen Texten der Juden gelesen und teilnehmende Juden und Muslime beteten gemeinsam für die Opfer. Unter der Überschrift "Gebetsabend für die Opfer des Blutbads in der Moschee des Propheten Abraham" wird die Organisation ausführlich beschrieben.

Absichten und Aktionen die darauf abzielen, die Errichtung einer auf Verständnis und Achtung aufbauenden Beziehung zwischen beiden Gesellschaften zu verhindern, können ohne Zweifel am besten von den Christen selbst wirkungslos gemacht werden. Solche Irrtümer müssen der Gemeinschaft der Christen aufgezeigt werden. Die Anschauungen von Personen die darauf abzielen, die Welt in einen großen Kriegsschauplatz zu verwandeln, weil sie die Existenz anderer Zivilisationen nicht ertragen können, sind der christlichen Lehre entgegengesetzt, die Liebe und Verständnis befiehlt.

Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten,
wer von Seinem Weg abgeirrt ist, und Er kennt am besten die Rechtgeleiteten.
(Sure an-Nahl, 125)

Entsprechend der Bibel müssen religiöse Christen allen Menschen Gutes tun, sogar ihre Feinde lieben und auch denjenigen eine Wohltat erweisen, die sie hassen. Eine vor allem Muslimen gegenüber entwickelte, vorurteilsbeladene Einstellung resultiert aus der falschen Bewertung der christlichen Lehre und dem Einfluß mancher atheistischer Ideologien. Gemäßigte Christen müssen darlegen, dass die von Radikalen vertretenen Behauptungen im Widerspruch mit der Frieden und Liebe verteidigenden christlichen Lehre stehen. Unternehmungen in dieser Richtung verhindern, dass Menschen, die nicht über ausreichend Wissen verfügen, dem Einfluß der radikalen Einflüsterungen unterliegen. Es ist eine Notwendigkeit der christlichen Moral, diesen Gefahren zu begegnen. Diese Verantwortung der Christen wird in der Bibel folgendermaßen ausgedrückt:

Kübbet-üs Sahra und Klagemauer.

Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohltun verstopft die Unwissenheit der törichten Menschen. Tut Ehre jedermann, habt die Brüder lieb; fürchtet Gott... (1. Petrus, 2/15-17)

Die vorhandenen Bedingungen zeigen, dass alle Christen, die über ein Gewissen verfügen, sich völlig dieser Verantwortung stellen müssen. Auch darf nicht vergessen werden, dass die von den Radikalen geforderte Auseinandersetzung und der Krieg beiden Seiten große Verluste, Leid und Tränen bringen wird. Eine Allianz der aufrechten Gläubigen würde diese üble Möglichkeit völlig aus der Welt geschaffen. Es ist falsch, sich davor zu scheuen die notwendigen Schritte zu unternehmen. Das Erhöhen der Spannung, so wie dies von Radikalen versucht wird, kann durch beiderseitige Bemühungen von Christen und Muslimen verhindert werden. Bei der Etablierung des Weltfriedens wird die Aufhebung von Vorurteilen und die Sicherstellung einer Allianz der Gläubigen ein Mittel sein für die Vorreiterrolle religiöser Menschen; auf diese Weise werden sowohl Christen als auch Juden der Welt Frieden und Wohlbefinden bringen, als Konsequenz der von Allah befohlenen Moral.

Die Irrtümer radikaler Juden

Sammellager Nordhausen, 1945

Der Antisemitismus, der in der Islamischen Welt niemals auftauchte, führte dazu, dass in Europa während des 2. Weltkrieges Millionen von Juden ermordet wurden.

Am 25. Februar 1994 wurde auf die Muslime, die in Hebron im Westjordanland in der Moschee des Propheten Abraham beteten, ein schweres Attentat verübt. Der jüdische Siedler Baruch Goldstein, von dem behauptet wird, dass er den Spuren von Meir Kahane folgt, und der Mitglied einer radikalen jüdischen Organisation ist, betrat während des Morgengebets mit einem Sturmgewehr des Typs M-16 die Moschee, die von israelischen Soldaten geschützt wurde. Er lief in die Mitte der Moschee und schoß unter mehrmaligem Wechseln des Magazins auf die ca. 500 betenden Muslime. 67 Muslime wurden an Ort und Stelle zu Märtyrern, 300 wurden verletzt. Die israelische Regierung behauptete, dass der Vorfall die verrückte Tat eines Einzelgängers sei. Allerdings zeigt die Tatsache, dass Goldstein mit der M-16 in Händen an den die Moschee schützenden Soldaten vorbei ins Innere ging und lange Zeit unter mehrfachem Wechseln des Magazins auf die Glaubensgemeinschaft feuerte, dass die israelischen Soldaten mindestens passive Unterstützung leisteten.

Eigentlich ist dieses Ereignis nur eine der von israelischen radikalen Gruppierungen durchgeführten Aktionen. Um den Tempel des Salomon neu zu erbauen, versuchten die gleichen Gruppen in den 80er Jahren, Muslimische Gebetsstätten in Jerusalem (Die Al Aksa Moschee und Kubbet-üs Sahra) in die Luft zu sprengen. Auch die radikalen jüdischen Siedler, die ständig Waffen tragen, sind Mitglieder dieser Gruppen.

Die radikalste dieser Gruppierungen jedoch ist die Kahane Fraktion, der auch Goldstein angehörte, der das Morden in El-Halil verübte. Diese Organisation, die von dem Rabbiner Meir Kahane ins Leben gerufen wurde, ist sowohl in Israel wie auch in Amerika organisiert. Sie ist in Israel unter dem Namen "Kach", in Amerika unter dem Namen "Jewish Defense League" tätig und ist vollständig den fanatischen Doktrinen des Meir Kahane ergeben. Unter den Gedanken Kahanes sind so fanatische Ideen, dass die Juden allen anderen Rassen überlegen seien, andere Rassen den Status von Tieren haben und dass die besetzten Gebiete von Arabern "ethnisch gesäubert" werden müssen. Die Logik der Vereinigung wird in der Form von "Der beste Araber ist ein toter Araber" ausgedrückt. Nach der Ermordung Kahanes bei einem Anschlag in New York 1990 löste sich die Vereinigung nicht auf, sondern organisierte sich vor allem in Israel mit Namen wie "Kahane Chai" neu. Die Verantwortlichen von El-Halil und den darauffolgenden Morden sind Nachahmer des genannten Kahane.

Eine weitere seltsame Seite der Morde von El-Halil ist deren Akzeptanz von einigen Teilen der israelischen Bevölkerung. Israel Shahak, einer der israelkritischen Namen lenkte in einem Artikel die Aufmerksamkeit darauf, dass das Goldsteinattentat in "beunruhigender Weise" von der Bevölkerung Israels unterstützt wurde.17 Demzufolge zeigte eine nach dem Ereignis durchgeführte Meinungsumfrage, dass 40% der Israelis die Morde unterstützen oder wenigstens "Verständnis" zeigten. Unter Jugendlichen lag diese Quote noch höher; 30% der jungen Israelis teilten mit, Goldstein zu unterstützen, 35%, dass sie ihn "verstünden". Shahak schrieb, dass diese Unterstützung nicht nur auf die El-Halil Morde beschränkt bleibe, sondern dass die im allgemeinen von den Kahane-Nachfolgern verteidigten Doktrinen eine erschreckende gesellschaftliche Unterstützung fänden. Untersuchungen zeigen, dass 39% der Jugendlichen die Ideen Kahanes vorbehaltlos unterstützen. Wurde der Name Kahanes nicht genannt, sondern nur dessen Ansichten zusammengefasst, dann stieg die Unterstützung auf 66% an. Diese Mehrheit glaubte, das die Araber in den besetzten Gebieten zur Abwanderung gezwungen werden müssten. Wie Shahak sagte, ist auch die Anzahl derer sehr hoch, die die Araber als "Amalek" bezeichnen. Die Amalek waren im Alten Testament ein arabischer Stamm, der ohne Unterscheidung von Frauen und Kindern den Tötungsbefehl gab. Über die Amalek wird folgendes gesagt:

So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus Ägypten zog. So zieh nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, was sie haben; schone ihrer nicht sondern töte Mann und Weib, Kinder und Säuglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel! (I. Samuel, 15/2-3)

Dieser Vorfall und seine Bewertungen zeigen, dass eine ernsthafte Gefahr besteht, die wir "jüdischen Radikalismus" nennen können.

Die Ideologie dieses Radikalismus untersuchten wir bereits in verschiedenen früheren Büchern. Das zusammengefasste Ergebnis dieser Untersuchungen können wird folgendermaßen ausdrücken:

In einem Teil der jüdischen Welt gibt eine radikale Neigung, die Nichtjuden gegenüber Rachsucht und Haß einflüstert und insbesondere Palästinensern gegenüber die Anwendung der härtesten und unbarmherzigsten Methoden verteidigt. Auch im israelischen Staat verfügt diese Strömung über einen Schwerpunkt und spielt eine wichtige Rolle beim Entstehen und Fortführen der aggressiven und unversöhnlichen Haltung, die Israel seit mehr als einem halben Jahrhundert gegenüber den Palästinensern und den anderen arabischen Nachbarn verfolgt. Sicherlich sind Militante wie die Kahane Gruppe oder Baruch Goldstein nur eine kleine Minderheit in der jüdischen Gesellschaft Israels und unter allen Juden der Welt. Wenn aber auch die Mehrheit verglichen mit diesen gruppen gemäßigter ist, so gibt es eine ideell ernährte Kultur der Radikalität, die sowohl für den Mittleren Osten wie auch für den Weltfrieden eine Gefahr darstellt.

Die grosse Mehrheit der Juden sind jedoch kein Teil des jüdischen Komplotts sind, das im wahrsten Sinne des Wortes die gesamte Welt umfasst. Vielmehr ist ein großer Teil der Juden, vor allem der nicht in Israel lebenden Teil der Juden gegen solche Neigungen und wünscht in Frieden mit anderen Glaubensrichtungen und Nationen zu leben. Wir wollen auch daran erinnern, dass sich unter den Juden zahlreiche religiöse Juden und Geistliche befinden, die sich gegen die religiöse Erklärungen verwendenden radikalen Juden einsetzen.

Der jüdische Radikalismus lässt zwei grundlegende Quellen erkennen:

  1. Die Psychologie der "Feindschaft gegen alles Nichtjüdische", die aus der Tradition der Juden kommt und sich insbesondere auf bestimmte fanatische Bestimmungen des Talmud stützt.
  2. Den durch die Kolonialisierungsideologie des Sozialdarwinismus inspirierten politischen Zionismus, der Ende des 19. Jahrhunderts aufkam.

Die erste der oben gannten Quellen wurde am ausführlichsten in dem Buch von Israel Shahak, Jewish History, Jewish Religion (Jüdische Geschichte, Jüdische Religion) untersucht. Wie Shahak ausführlich nachwies, war das jüdische Volk, das ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. in der Diaspora in christlichen Gebieten lebte, jahrhundertelang Druck und Grausamkeiten ausgesetzt. Als Reaktion darauf entwickelte sich das Gefühl der Feindschaft gegen alles Nichtjüdische. Dieses Gefühl wurde insbesondere in den traditionellen Quellen der Juden, dem Talmud widergespiegelt. Die Verfasser des Talmud erteilten unter Verzerrung der Bestimmungen des Alten Testaments oder von darauf gestützten Interpretationen falsche Ratschläge, dass man Nichtjuden betrügen und schädigen dürfe. Diese Bestimmungen, die daraus entstandenen Traditionen und manche Verhaltensweisen der jüdischen Gesellschaft sind der Grund, dass Juden gegenwärtig Nichtjuden mit großer Unsicherheit, ja sogar mit Haß betrachten.

Die zweite Quelle betrifft den politischen Zionismus. Diese Bewegung am Ende des 19. Jahrhunderts als ein Projekt der Juden geboren, die in Palästina einen Nationalstaat gründen wollten. Dieses Projekt kann sicherlich als ein Recht der Juden bewertet werden, die zu dieser Zeit nirgendwo auf der Welt über einen Staat verfügten und in den Ländern, in denen sie lebten, zum Großteil als Staatsbürger zweiter Klasse betrachtet wurden und antisemitischem Druck und Angriffen ausgesetzt waren. Allerdings ging der Zionismus über seine legalen Ansprüche auf Gründung eines jüdischen Staates auf palästinensischem Boden hinaus und propagiert inzwischen die Vereinnahmung von ganz Palästina unter Vertreibung der Araber. Dies ist ein Ergebnis des Einflusses der kolonialen Ideologie des Sozialdarwinismus, der im 19. Jahrhundert den Zionismus Europas beherrschte. In den 1920er und 1930er Jahren wurde diesem der revisionistische Zionismus hinzugefügt, eine Bewegung unter der Führerschaft des faschistischen Ideologen Vladimir Jabotinsky, der seine Inspiration von Nazideutschland und dem Italien Mussolinis erhielt; auf diese Weise kam zum Zionismus ein faschistisches Element.

Der jüdische Radikalismus ist also eine Mischung aus diesen beiden negativen Traditionen. Dieser Radikalismus kann durch zwei Massnahmen eingedämmt werden:

  1. Jüdische Geistliche haben die Lehren der jüdischen Tradition zu reinigen, die Fanatismus und Fremdenfeindlichkeit fördern und an deren Stelle das moralische Verständnis zu setzen, das im Wesen des Alten Testamentes vorhanden ist und sich auf Liebe, Achtung, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit stützt.
  2. Gewährleistet werden muß ausserdem die Mäßigung des Zionismus auf politischem Gebiet. Sicherlich hat Israel ein Existenzrecht sowie das Recht, in seinen Gebieten für Sicherheit zu sorgen; aber es hat kein Recht eine Nation ein halbes Jahrhundert lang besetzt zu halten. Aus diesem Grund muß sich der jüdische Staat aus den seit 1967 besetzten Gebieten zurückziehen und der Gründung eines palästinensischen Staates im Westjordanland und dem Gazastreifen zustimmen; darüber hinaus muß Israel freundschaftliche und konstruktive Beziehungen mit diesem Staat aufbauen und sowohl mit den Palästinensern wie auch mit der gesamten arabischen Welt Frieden schließen.

Daneben ist es von großer Bedeutung, dass religiöse Juden den Lehren folgen, die der Herr im Quran mitteilte und dass alle Juden zur guten Moral Allahs eingeladen werden.

Aus diesem Grund muß von der Behauptung des Erwähltseins Abstand genommen werden, die von manchen Juden vorgetragen wird. Im Quran wird erklärt, dass Allah den Juden zu einer Zeit Gottesgaben zukommen liess und sie zu anderer Zeit zum Herrscher über andere Nationen machte. Einige Quranverse zu diesem Thema lauten folgendermaßen:

O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gnade, mit der Ich euch begnadete, und dass Ich euch vor aller Welt bevorzugte. (Sure al-Baqara, 47)

Wir gaben den Kindern Israels fürwahr die Schrift und die Weisheit und das Prophetentum und versorgten sie mit Gutem und bevorzugten sie vor aller Welt. (Sure al-Dschathiya, 16)

Allerdings drücken diese Verse nicht die von den Juden unterstellte Bedeutung des Erwähltseins aus. Sie zeigen, dass einige Propheten von diesem Stamm abstammten und dass die Juden früher einmal ihre Herrschaft über weite Gebiete ausdehnten. In den Versen wird erklärt, dass der Grund für ihre Herrschaft darin zu sehen ist, dass sie vor aller Welt bevorzugt wurden. Mit der Beendigung der Herrschaft, die die Propheten David (Fsai) und Salomon (Fsai) über die Welt begründet hatten, ging auch diese Eigenschaft der Juden zu Ende.

Allerdings sind radikale Juden durch die Interpretation einiger Erläuterungen in der Thora von der falschen Ansicht überzeugt, dass das Erwähltsein eine dauerhafte Eigenschaft ihrer Rasse ist. Als Ergebnis wurde das verquere Verständnis entwickelt, dass jeder Jude von Geburt an Überlegenheit über andere besitzt und die Israeliten deshalb allen anderen Stämmen auf ewig überlegen sind. Ein weiterer schwerer Irrtum, der aus dieser Ansicht resultiert ist, dass einige Radikale, wie der wahllos auf betende Muslime schießende Goldstein, aus der Behauptung der Überlegenheit einen Befehl zur Gewaltanwendung gegenüber anderen Nationen ableiteten. Deshalb verwenden Radikale manche Ausführungen der Thora als Quelle. Dementsprechend ist es alltäglich, wenn Juden die Menschen anderer Nationen und Religionen betrügen, sich deren Besitz und Eigentum aneignen und, falls erforderlich, sie einschließlich der Frauen und Kinder ermorden. All dies sind jedoch Grausamkeiten, die der religiösen Moral widersprechen. Ebenso wie den Christen und Muslimen hat Allah auch den Juden Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit, den Schutz des Rechtes unterdrückter Menschen, Frieden und Liebe befohlen. Deshalb ist das Morden von Frauen, Kindern und Alten ganz klar gegen die Quranische Moral. Allah berichtet im Quran folgendermaßen von dem Versprechen, das die Israeliten gaben:

Und als Wir von den Kindern Israels ein Versprechen entgegennahmen, (sprachen Wir:) "Dient keinem außer Allah; tut Eltern und Verwandten und Waisen und Armen Gutes; sprecht mit den Leuten auf freundliche Weise; verrichtet das Gebet und entrichtet die Steuer." Danach kehrtet ihr euch bis auf wenige ab und wurdet abtrünnig. Und als Wir euer Versprechen entgegennahmen, dass ihr nicht euer Blut vergießen und euch nicht aus eueren Wohnungen vertreiben würdet, da gelobtet ihr es und wart selber Zeugen. (Sure al-Baqara, 83-84)

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass der Fanatismus der radikalen Juden im Widerspruch zu den anderen Erklärungen der Thora steht. Die Bestimmungen, die den Juden in der Thora mitgeteilt wurden lauten: "Blutschulden nicht hören", "Augen zuhalten" und "nichts Arges sehen". (Jesaja, 33/15). Die Fanatiker mißachten alle Erklärungen der Thora bezüglich des Verurteilens von Gewalt und Unterdrückung, vertreten einen Glauben, der auf Haß und Wut aufbaut und glauben, auf diesem Weg die Herrschaft über die Welt zu erlangen. Aber keine Ideologie kann erfolgreich sein, die Gewalt und Aggression enthält und Ruhe und Ordnung zerstört. Gewalt bringt immer Zerstörung. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass Juden, die an Allah glauben, den rechten Bestimmungen in den Büchern Folge leisten und den Frieden verteidigen. Einige der Erklärungen der Thora, in denen Liebe, Barmherzigkeit und angenehme Moral gelobt werden, lauten folgendermaßen:

Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen noch den Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten recht richten. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenke nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten. Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen wider deines Nächsten Blut… Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst… (Leviticus, 19/15-18)

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha, 6/8)

Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses… (2. Mose, 20/13-17)

 

Als eine sehr wichtige Entwicklung ist heute zu betrachten, dass sowohl friedliebende israelische Staatsbürger, aber auch ein grosser Teil der Juden die in anderen Ländern leben, den israelischen Staatsterror heftig kritisieren. Aufrichtig glaubende Juden haben sich vor Augen zu halten dass die Befehle in der Thora lauten nicht zu töten, kein Unrecht beim Regieren zu tun, keine Rache auszuüben und kein Blut zu vergießen; es ist Bedingung, dass sie in der ersten Reihe in der kulturellen und ideellen Auseinandersetzung mit dem Fanatismus im Namen des Judentums stehen und bei diesem Thema eine Allianz mit gewissenhaften Christen und Muslimen eingehen. Die geistige Auseinandersetzung mit dem jüdischen Radikalismus wird einer der wichtigsten Wege sein, um das seit einem halben Jahrhundert andauernde Palästinaproblem dauerhaft und gerecht zu lösen. Dann erst wird ein Umfeld entstehen, in dem Juden, Muslime und natürlich auch Christen in Ruhe in der Region leben können. Mit dem Befolgen der wahren religiösen Moral wird in palästinensischen und israelischen Gebieten Ruhe, Liebe und Toleranz einkehren. Es darf auch nicht vergessen werden, dass im Laufe der Geschichte sowohl Juden als auch Muslime die größte Tyrannei von den Befürwortern der Ideologien erlebten, die nicht mit der religiösen Moral übereinstimmen. Das Heilige Buch ist voller Passagen mit Grausamkeiten, die die Heiden den Juden zufügten. Von Atheisten wie den Nazis, den antisemitischen Rassisten und den Stalinisten im kommunistischen Russland begangener Völkermord und Brutalitäten ragen besonders heraus. Diese religionslosen Kräfte haßten die Juden, weil sie an Allah glaubten und unterdrückten sie deswegen. Doch gegen die antireligiösen Kräfte müssen die Anhänger beider Religionen in einer Reihe stehen und nicht auf die Einflüsterungen radikaler Ansichten hören, die diese Vereinigung behindern könnten.

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass der Fanatismus der radikalen Juden im Widerspruch zu den anderen Erklärungen der Thora steht. Die Bestimmungen, die den Juden in der Thora mitgeteilt wurden lauten: "Blutschulden nicht hören", "Augen zuhalten" und "nichts Arges sehen". (Jesaja, 33/15). Die Fanatiker mißachten alle Erklärungen der Thora bezüglich des Verurteilens von Gewalt und Unterdrückung, vertreten einen Glauben, der auf Haß und Wut aufbaut und glauben, auf diesem Weg die Herrschaft über die Welt zu erlangen. Aber keine Ideologie kann erfolgreich sein, die Gewalt und Aggression enthält und Ruhe und Ordnung zerstört. Gewalt bringt immer Zerstörung. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass Juden, die an Allah glauben, den rechten Bestimmungen in den Büchern Folge leisten und den Frieden verteidigen. Einige der Erklärungen der Thora, in denen Liebe, Barmherzigkeit und angenehme Moral gelobt werden, lauten folgendermaßen:

Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen noch den Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten recht richten. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenke nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten. Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen wider deines Nächsten Blut… Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst… (Leviticus, 19/15-18)

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha, 6/8)

Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses… (2. Mose, 20/13-17)

Als eine sehr wichtige Entwicklung ist heute zu betrachten, dass sowohl friedliebende israelische Staatsbürger, aber auch ein grosser Teil der Juden die in anderen Ländern leben, den israelischen Staatsterror heftig kritisieren. Aufrichtig glaubende Juden haben sich vor Augen zu halten dass die Befehle in der Thora lauten nicht zu töten, kein Unrecht beim Regieren zu tun, keine Rache auszuüben und kein Blut zu vergießen; es ist Bedingung, dass sie in der ersten Reihe in der kulturellen und ideellen Auseinandersetzung mit dem Fanatismus im Namen des Judentums stehen und bei diesem Thema eine Allianz mit gewissenhaften Christen und Muslimen eingehen. Die geistige Auseinandersetzung mit dem jüdischen Radikalismus wird einer der wichtigsten Wege sein, um das seit einem halben Jahrhundert andauernde Palästinaproblem dauerhaft und gerecht zu lösen. Dann erst wird ein Umfeld entstehen, in dem Juden, Muslime und natürlich auch Christen in Ruhe in der Region leben können. Mit dem Befolgen der wahren religiösen Moral wird in palästinensischen und israelischen Gebieten Ruhe, Liebe und Toleranz einkehren. Es darf auch nicht vergessen werden, dass im Laufe der Geschichte sowohl Juden als auch Muslime die größte Tyrannei von den Befürwortern der Ideologien erlebten, die nicht mit der religiösen Moral übereinstimmen. Das Heilige Buch ist voller Passagen mit Grausamkeiten, die die Heiden den Juden zufügten. Von Atheisten wie den Nazis, den antisemitischen Rassisten und den Stalinisten im kommunistischen Russland begangener Völkermord und Brutalitäten ragen besonders heraus. Diese religionslosen Kräfte haßten die Juden, weil sie an Allah glaubten und unterdrückten sie deswegen. Doch gegen die antireligiösen Kräfte müssen die Anhänger beider Religionen in einer Reihe stehen und nicht auf die Einflüsterungen radikaler Ansichten hören, die diese Vereinigung behindern könnten.

 

Fussnoten

23. (Buhari, Rudani, Büyük Hadis Külliyatı Cem'ul-fevaid, cilt 5, No: 9704, İz Yayıncılık, İstanbul, s.324)

 

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